Schule des Lernens und Lebens - Festakt zur Einweihung des Hauptgebäudes I am 27.04.2004 mit Präses Nikolaus Schneider und Ministerpräsident Kurt Beck

- von links nach rechts: Superintendent Christoph Pistorius, Ministerpräsident Kurt Beck, Präses Nikolaus Schneider und Architekt Mario Morschett
Bildung ist Lebensbegleitung - mit diesem Programm begrüßte Schulleiter Heinrich Bentemann die Gäste zum Festakt der Schlusssteinlegung im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Schweich.
"In der unübersichtlich gewordenen Vielfalt an Lebensstilen und Werthaltungen in unserer Gesellschaft versuchen wir eine klare Orientierung und eine sichere Lebensbegleitung als Wegweisung anzubieten und einzuüben", hob Bentemann hervor. Er unterstrich damit das pädagogische Konzept der Schule, das neben Fachkompetenz auch Methodenkompetenz und soziale Kompetenz vermitteln will.
Mit der feierlichen Schlusssteinsetzung am Donnerstag, 22. April 2004 wurde das neue Hauptgebäude des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums eingeweiht. Darin sind die Fachräume für Naturwissenschaften, Kunst und Musik sowie die Mensa untergebracht.
Den Akt der Schlusssteinlegung nahmen Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, gemeinsam vor.
Ministerpräsident Kurt Beck betonte bei den Einweihungsfeierlichkeiten, es sei "eine wichtige Grundvoraussetzung für eine gute Zukunft, dass diese Schule in Verantwortung der Evangelischen Kirche ist und viele Menschen Engagement aufbringen." Der Ministerpräsident ging ausdrücklich auf das Konzept der Schule ein, das auf christlich-ökumenischer Grundlage beruht. "Wir wollen diese Orientierung an unseren Schulen."
Präses Nikolaus Schneider würdigte den Mut des Trägers, eine solche Schule zu errichten und in Zeiten schwindender finanzieller Mittel in Bildung zu investieren. "Eine Schule zu gründen und ein Schulgebäude zu bauen, sind Zeichen des Vertrauens in die Zukunft. Das ist gerade in diesen Zeiten, in denen die Klagen so groß sind, sehr wichtig", sagte Schneider bei der Schlusssteinlegung in Schweich. Die evangelische Kirche bringe mit dieser Schule "einen Aspekt in Erziehung und Bildung ein, der wichtig ist". Denn die Investition in Bildung mache deutlich, dass die Welt verbesserbar sei. "Sie ist veränderbar, dafür treten wir ein", bekannte Schneider. Er brachte damit unmissverständlich zum Ausdruck, dass Bildung auch in Zukunft ein bedeutendes Thema evangelischer Kirche sei.
Christoph Pistorius, Superintendent des Kirchenkreises Trier, machte auf die Bedeutung Bonhoeffers für die Schule aufmerksam. Er erinnerte daran, dass Bonhoeffer für ein Christsein eintrat, das sich den Herausforderungen seiner Zeit stelle und somit seiner Aufgabe gerecht werde, "Kirche für andere" zu sein. Vertreter der Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung, der Lehrerinnen und Lehrer, der Eltern sowie der Schülerinnen und Schüler überbrachten der Schule ihre guten Wünsche. Ihre Hoffnung auf Experimentierfreudigkeit der Schule, Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler und des gemeinsamen Lernens und Lebens kamen dabei zum Ausdruck.


