SOR-SMC

Im letzten Jahr haben vier Schülerinnen des DBG ein Projekt namens "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" initiert. In diesem Projekt geht es darum, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es am DBG keinen Platz für Rassismus und jegliche andere Arten von Diskriminierung (z.B. Homophobie) gibt.

Die Schülerinnen sammelten mit Unterschriften von Schulangehörigen (Schüler, Lehrer, Mitarbeiter) mehr als die nötigen 70% und die Schule wurde daraufhin an der Sommerserenade 2007 mit dem Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausgezeichnet.

Die Schule gehört nun zu dem europaweiten SOR-SMC-Netzwerk und plant einige Projekte zum Thema Rassismus.

Schweicher Gymnasiasten testen neues Internetangebot des Landes

Während in Mainz das neue Internetangebot zum Thema Rechtsextremismus www.komplex-rlp.de online ging, saßen in Schweich Schüler und Schülerinnen der 10a des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums am Bildschirm. Im moderierten Chat tauschten sie  unter anderem mit Jugendstaatssekretärin Vera Reiß Meinungen und Erfahrungen aus.  

Die Zehntklässler waren als Pilot-Schülergruppe ausgewählt worden, weil sie sich im vergangenen Jahr bereits für das Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" engagiert und Unterschriften gesammelt hatten.  Das DBG trägt seither den Titel „Schule ohne Rassismus“ und gehört zum europaweiten SOR-SMC-Netzwerk.

„Mit dem heutigen Startschuss für die neue Internet-Plattform www.komplex-rlp.de wird die Unterstützung für Jugendliche und Eltern, die sich mit dem zunehmenden und immer raffinierteren Werben von Rechtsextremisten um junge Anhänger auseinandersetzen wollen oder müssen, um einen weitern Baustein erweitert“, unterstrichen Bildungs- und Jugendstaatssekretärin Vera Reiß und der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV), Werner Keggenhoff. Neben Sachinformationen zum Thema  Rechtsextremismus insgesamt, dessen Entwicklung und Erscheinungsformen, neben Hinweisen und Anlaufstellen bietet die neue Plattform insbesondere auch die Möglichkeit, informelle Netzwerke aufzubauen oder in moderierten Chats Tipps,  Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen.   

Die neue Internet-Plattform „komplex“ ist nach dem speziell für Jugendliche gestarteten „Aussteigerprogramm (R)AUSwege“, dem Konzept „Elterninitiativen gegen Rechts“ und dem „Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus“ das vierte Projekt auf Landesebene, das unter der Federführung des Landesjugendamts zu dem Problembereich Rechtsextremismus gestartet wurde.

„komplex“ wird getragen vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familien und Frauen, fachlich verantwortlich ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur.

„Das Internet ist als Informations- und Kommunikationsmittel aus dem Alltag vieler Jugendlichen und Erwachsener nicht mehr weg zu denken. Allerdings nutzt auch die rechtsextremistische Szene diesen Kommunikationsweg seit Jahren und in zunehmendem Umfang zur Kommunikation und zu Werbezwecken“, unterstrich Jugendstaatssekretärin Reiß. Die Erfahrungen mit den bisherigen Unterstützungsangeboten für Jugendliche, Eltern und mit beruflich sowie ehrenamtlich in diesem Bereich der Jugendarbeit Engagierten hätten gezeigt, dass die Nachfrage nach fundierten direkten Hilfen landesweit groß sei.

Der Projektleiter im Landesjugendamt, Herbert Heitland, erläuterte, die „Kommunikationsplattform gegen Rechtsextremismus - komplex“ wolle einen Gegenpol zu den Angeboten der extremen Rechten im Internet setzen. Gerade die „Chatrooms“ dienten der Auseinandersetzung mit den Jugendlichen, seien Motivation für den Einstieg in den Ausstieg und könnten auch bei der Distanzierung helfen durch beispielsweise die  Weitervermittlung an das  Angebot von „(R)AUSwege“ sowie anderer alternativer Hilfs- und Unterstützungsangebote. Auch könne, so Heitland, die  Kommunikation unter den örtlichen  Fachkräften durch geschützte Foren und Chats gestärkt werden. Über den Portalmanager werden getrennte Zugangswege für die unterschiedlichen Zielgruppen angeboten. Für lokale Initiativen könnten im Bedarfsfall geschützte Bereiche zur internen Information und Kommunikation eingerichtet werden.

„Wir hoffen, dass dieses neue Angebot von Jugendlichen, Eltern und Fachkräften aus der Jugendarbeit rege genutzt wird. Und wir hoffen, dass die neue Plattform  vielen Rat und Hilfe vermitteln kann oder das Engagement und die Zivilcourage im Kampf gegen Rechtsextremisten stärkt“, betonten Staatssekretärin Reiß und LSJV-Präsident Keggenhoff abschließend.