Christliche Gedanken musikalisch interpretiert
Berührend, bewegend, beeindruckend: Mehr als 500 Zuhörer erlebten in der vollbesetzten Schweicher Pfarrkirche St. Martin ein meditatives Adventskonzert mit nachdenklich stimmenden Texten.
Mit stehendem, lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Zuhörer nach 90 Minuten für einen außergewöhnlichen Konzertabend, zu dem das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium eingeladen hatte. Gelungen: die innovative Mischung aus Texten und Musik, die dramaturgisch aufeinander aufbauten und die Gestalt der Maria immer wieder aus anderem Blickwinkel beleuchteten.
Der stimmgewaltige Chor aus 130 Sängern - Schüler, Eltern und Lehrer – unter der Leitung von Christian Strupp spannte den Bogen von der Renaissance über den Barock und die Klassik bis hin zu ganz modernen musikalischen Interpretationen von christlichen Gedanken zur weihnachtlichen Botschaft.
Das Thema des Abends „Durch die Dornen hindurch – das Leben erwacht“ tauchte scheinbar Bekanntes wie das „Magnifikat“ in der Luther-Übersetzung in ein neues Licht.
Überhaupt waren es die mit großer Sensibilität von Schülern und Schülerinnen vorgetragenen Texte (ob Uwe Gutzschans Gedanken zur „Verlassenheit, Rilkes Anmerkungen zur „Kälte“ oder Saint-Exuperys Poesie zur „Erfahrung der Wüste“), die zum Nachdenken anregten. Mehr als drei Monate hatten die „Regisseure“ Johannes Metzdorf-Schmithüsen und Christian Strupp Texte mit viel Tiefgang zusammengetragen.
Zeit zu meditieren und nachzudenken schenkte das Intrumentalensemble des Gymnasiums den Zuhörern mit getragenen ruhigen Sätzen beispielsweise von John Dowland.
Der Psalm „You are my hiding place“, vertont von Michael Ledner, zog sich wie ein roter Faden durch die Gedankenwelt des Abends um Maria als Hoffnungsträgerin, Maria, die durch den Dornwald ging und Maria, die erlebt, wie das Leben aus der Starre aufgebrochen wird und neu aufblüht.
Unterstützt vom Kinderchor aller Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe wurde es zum Schluss des Abends mit Schlagzeug und E-Gitarre beim lebhaften „Hosanna“, der Christ-Pop-Hymne „Jesus Christ, you are my life“ und dem froh intonierten „You are holy“ richtig fetzig, ansteckend und mitreißend, was die Zuhörer sichtlich gut gelaunt und beflügelt nach Hause geleitete.
Sandra Blass-Naisar
Ehrung für Linda Grün und Antonia Viazis durch das Landeskirchenamt.
Erstmalig hatte am 22. September 2009 das Landeskirchenamt Schülerinnen und Schüler von Schulen in evangelischer Trägerschaft, die im Rahmen schulischer Wettbewerbe besondere Leistungen erreicht haben, im Rahmen einer Feierstunde geehrt. Die Ehrung wurde durch den Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Herrn Nikolaus Schneider, vorgenommen.
Aus dem Kreis unsrerer Schulgemeinschaft waren Linda Grün und Antonia Viazis (beide 12.Jahrgangsstufe) nach Düsseldorf eingeladen worden.
Linda hatte am Bundeswettbewerb Fremdsprachen in den Sprachen Französisch und Englisch teilgenommen. Dabei waren neben der Fähigkeit, sich in den Fremdsprachen flüssig auszudrücken, auch Landeskunde, Geschichte und Kultur der Länder und Städte gefragt, die dem jeweiligen Sprachraum zugeordnet werden. Sie hat dabei den 2. Landespreis erreicht.
Antonia hatte sich bei dem über insgesamt drei Runden laufenden Landeswettbewerb Physik aus etwa 90 Teilnehmern für die mehrtägige Finalrunde an der Universität Kaiserslautern qualifiziert und dort nach theoretischen und experimentellen Prüfungen den 3. Platz erreicht.
Wir gratulieren den beiden Preisträgerinnen sehr herzlich.
4800 Euro eingenommen bei großem Wohltätigkeitsessen am DBG
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Um die Außensportanlage ihrer Schule finanzieren zu können, hatte die Sponsoring-Gruppe des Schweicher Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums zum Wohltätigkeitsessen in die Mensa eingeladen.
Eine „win-win“-Situation im wahrsten Sinne des Wortes: 96 Eltern genossen kulinarische Köstlichkeiten der Extraklasse, zahlten für ein Gourmet-Menü und machten so 4800 Euro locker für das Sportfeld hinter der Schule.
Schulleiter Gerhard Deussen freute sich bei der Begrüßung über den riesigen Zuspruch und dankte der kreativen Küchen-Truppe rund um Chefkoch Franz Lichter für das außergewöhnliche Engagement. Mit zehn Köchen war der EK Service Trier, der wochentags für Schüler und Lehrer kocht, angetreten, um phantasievolle Gaumenfreuden zu zaubern: Saltimbocca vom Seeteufel auf Safranrisotto an Sauce Passepierre-Algen und eine Crepinette vom Rinderfilet an Barolo-Pfeffersauce auf gebratenem Pilz-Semmelknödel, dazu ein erlesenes Antipasti-Fingerfood Bufett und verführerische Dessertvariationen, die jeglichen Kampf um Kalorie und Figur vergessen machten.
Küchenchef Thorsten Frank genießt sichtlich das „Ah“ und „Oh“ der Gäste an den festlich weiß und rot eingedeckten Tischen mit herbstlich frischen Blumengestecken. „Wir in der Küche hatten auch unseren Spaß, sind stolz, eine solche Herausforderung zum Gourmet-Essen mit 96 Gästen gestemmt zu haben.“ Vier Köche, so verrät der Meister, hätten zwei Tage lang nonstop geschnippelt, getestet und vorbereitet. „Es hat alles auf den Punkt geklappt“, lobt Betriebsleiter Lichter, der an diesem Abend über den Service wacht: Schüler und Schülerinnen der zehnten und elften Klasse, die mit heißen Tellern jonglieren und erlesene Weine kredenzen, allesamt übrigens gespendet von den örtlichen Winzern.
Zwischen den einzelnen Gängen unterhielten die Schülerinnen Katharina Klüsserath, Hannah Schabio und Sophia Erschens mit Gesang und Klaviermusik.
„Zwei bis drei Mal müssen wir uns wohl noch zum Essen treffen“, meinte zum Abschluss augenzwinkernd Margret Borne-Müllerklein von der Sponsoring-Gruppe. „Dann sind die Außensportanlagen bezahlt.“ Sandra Blass-Naisar
Bildungsmesse in Trier
Am 12./13. September 2009 fand in Trier im Messepark die Bildungsmesse job und karriere des Vereins Lernende Region Trier e.V. statt. Auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium präsentierte sich dort mit einem Stand.
Ziel der Messe job & karriere ist es, das Bildungsangebot möglichst umfassend zu repräsentieren und ein breites Publikum über Bildungschancen und Jobperspektiven zu informieren.
DBG-Theater-Bits-Gruppe begeistert im Stadttheater Trier
Auftakt nach Maß. Und das im Stadttheater Trier.
Zum ersten Mal stellte sich die Bits-Theater-Gruppe unserer Schule beim zweitägigen dritten großen Schüler Theater Festival im Trierer Stadttheater vor und beeindruckte über 45 Minuten lang mit gutem Schauspiel.
Schulleiter Gerhard Deussen, der gleich in der ersten Reihe saß, gratulierte stolz und lobte die souverän und mit Spaß aufspielende Truppe.
Authentisch die Kostüme zu „Robin Hood“, spärlich (aber doch wirkungsvoll) die Kulissen und ehrlich das Spiel.
Unter der Leitung von Caroline Krenn, die die Bits-AG seit Schuljahresbeginn gemeinsam mit Hannah Emmerling (11. Jahrgangsstufe) betreut, unterhielten die Schülerinnen und Schüler mit durchaus unterhaltsamem Theater rund um Prinz John (Katharina Kraff), der das Volk unterdrückt, während König Richard Löwenherz fern von England weilt.
Der rigorose Sheriff von Nottingham (Julian Schneider) regiert mit harter Hand ein armes, Not leidendes Volk. Da erscheint Robin Hood (Robert Hamann) mit seinen Männern, beraubt die Reichen, gibt es den Armen. Und dann ist da noch die schöne, aber resolute Lady Marian (Sara Naisar), die mit Prinz John („diesem Muttersöhnchen und Trottel“) verheiratet werden soll, sich aber in den verwegenen Robin verliebt…
Viele Preise für das DBG beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2009
Es war ein feierlicher Rahmen an diesem sonnigen Tag in der ADD Trier. Das Kurfürstliche Palais erwies sich erneut als repräsentativer Rahmen für den besonderen Anlass. Mit den ersten Tönen des Orchesters vom AMG stieg die Spannung unter den 200 Gästen merklich an. Nach den Ansprachen war es dann endlich so weit. Die Preisträger wurden für ihre Leistungen in den jeweiligen Fremdsprachen geehrt und durften ihr Preisgeld und ihre Urkunde auf der Bühne in Empfang nehmen.
Bei dem Einzelwettbewerb (die Prüfungen dazu hatten im Januar 2009 stattgefunden und bestanden aus einem schriftlichen Teil und einem Lesetext, sowie einem selbst verfassten, mündlichen Beitrag) konnte Helen Reichelt aus der 9a einen 2. Landespreis erreichen.
Der zweite Bereich beim Fremdsprachenwettbewerb sind die Gruppenbeiträge. Hier beteiligten sich dieses Schuljahr gleich mehrere Klassen vom DBG. Bereits im Oktober 2008 hatte die Arbeit der Klassen begonnen: Anmeldung, Thema aussuchen, Texte schreiben, Aussprache üben, Requisiten zusammenstellen, Szenen proben, Film drehen, Film schneiden, Titelbild entwerfen, .... und das alles rechtzeitig zum 15. Februar 2009 fertig stellen, das war nicht einfach! Die Gruppen, die nun in der ADD saßen, hatten es geschafft und können zu Recht stolz auf ihre Leistungen sein:
2. Landespreis: Klasse 6b mit dem englischen Beitrag „Prunella’s Dream“ (mit Frau Dettki)
3. Klassenpreis: Klasse 6a mit drei englischen Beiträgen „Helena, where are you?“, „The mysterious herb” und “Empire can be dangerous” (mit Frau Klein)
3. Landespreis: Klasse 9a mit dem englischen Beitrag „Fodympic Games“ (mit Frau Chorus)
Petra Dettki
Lesenachmittag mit Stefan Gemmel
Der Autor Stefan Gemmel stellte an einem Lesenachmittag sein neues Buch "Schattengreifer - Die Zeitensegler" den Schülerinnen und Schülern der 5.Klassen vor.
Ein Bericht von Verena Reusch (10b):
Ach, manchmal wünscht man sich doch wieder in die fünfte Klasse zurück. Es gibt weniger Hausaufgaben, man hat mehr Narrenfreiheit bei den Lehrern, mehr Freizeit zum Spielen… Ich könnte sicherlich noch einige Gründe aufzählen, warum es schön wäre, noch einmal ein Fünfer zu sein. Ein – für mich – persönlicher Hauptgrund sind dabei die Lesenächte an unserer Schule. Ich erinnere mich noch relativ gut an unsere Lesenacht in der fünften Klasse. Damals hat uns Stefan sein neues Buch „Graff Wuff und Doktor Katzenstein“ vorgestellt - mittlerweile ist das schon fünf Jahre her.
„Schattengreifer – Die Zeitensegler“ heißt jedoch Stefans neues Buch, der erste Teil einer Trilogie, das am 15.März diesen Jahres im Baumhaus-Verlag erscheinen wird. Es geht um Simon, einen 13-jährigen Jungen, der durch einen scheinbaren Zufall auf ein uraltes Schiff gelangt, das unter der Macht des mächtigen Schattengreifers steht. Langsam kommt Simon hinter die Geheimnisse des Schiffes und des Schattengreifers. Dabei wird ihm klar, auf welches Abenteuer er sich eingelassen hat. Simon lernt bei diesem Abenteuer fünf Jugendliche kennen – deren Schatten der Schattengreifer an sich genommen – und sie damit an sich gebunden hat. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden nimmt Simon den Kampf gegen den Schattengreifer und dessen magische Fähigkeiten auf. Es geht für sie darum, die Welt zu retten.
Dieses Buch stellte Stefan am diesjährigen Lesenachmittag den fünften Klassen vor. Nachdem es sich alle mit Kissen, Büchern und Matten im Meditationsraum gemütlich gemacht hatten, fängt auch schon die Lesung an. „Wem hab ich denn schon einmal was vorgelesen?“ Mehrere Finger gehen hoch und die Kinder erzählen, in welchen Orten sie ihn getroffen haben. Nach einiger Zeit fragt er endlich: „Wollt ihr mal mein neues Buch sehen?“ Die Kinder nicken und Stefan greift tief in seine Tasche rein und holt… nichts heraus. „Oh falsch herum.“, sagt er und dreht sein imaginäres Buch, das er in den Händen hält, herum. „Es erscheint erst in vier Wochen.“, erklärt er darauf grinsend, als ihn viele verwirrt anschauen. „Deswegen habe ich es auch noch nicht dabei.“ Er wird wieder ernst, erzählt kurz, worum es in dem Buch geht. Als er gefragt wird, wie lange er denn für das Schreiben seiner Bücher braucht, überlegt er kurz und meint, dass es immer unterschiedlich ist. „Ich verrate euch jetzt mal was, aber das dürft ihr niemandem weitererzählen!“, sagt er und zieht sein Bilderbuch „Es war einmal…“ hervor. „Dafür habe ich eine Stunde gebraucht. Und hierfür…“, er hält eins seiner Wuff-Bücher hoch. „…brauche ich ungefähr drei Wochen. Meine längste Schreibzeit liegt aber bei sieben Monaten.“
Schließlich packt er sein Schattengreifer-Manuskript aus und fängt an zu lesen. Simon gelangt mitten in der Nacht auf ein unheimliches Schiff und trifft wenig später auf die fünf Zeitenkrieger. Außerdem macht er auf eine eher ungewöhnliche Weise Bekanntschaft mit dem Schattengreifer. Gerade an der Stelle, wo Simon vor Angst in Ohnmacht fällt, hört Stefan auf zu lesen und trifft auf etwas enttäuschte Gesichter. Jeder möchte wissen, wie es weiter geht. Anstatt dort weiterzulesen, wo er aufgehört hat, fragt er, wie lange denn wohl die Illustratorin braucht, bis das endgültige Cover steht. „Sechs Wochen?“ Er grinst nur. „Nö.“ „Zwölf?“ Er schüttelt den Kopf. „Auch nicht. Viel, viel länger.“ Und so geht das Raten weiter. „Manchmal kann es ein halbes Jahr dauern, bis die Illustratorin für ein ganzes Bilderbuch fertig ist. Und manchmal dauert es sogar ein ganzes Jahr, bis ein Buch dann endlich erhältlich ist.“ Nachdem er noch einige Fragen beantwortet hat, geht es in die erste Pause.
Nach der Pause überspringt Stefan einige Seiten im Buch und setzt an der Stelle wieder ein, wo Simon und einige seiner neuen Freunde versuchen, Basrar (einen der Schattenkrieger) vor dem Schattengreifer zu retten. Zuvor haben sie die Zeit mithilfe der Zeitmaschine zurückgedreht. Stefan erzählt immer wieder, was an den Stellen passiert, die er nicht vorgelesen hat. Das Fantasybuch umfasst schließlich 300 Seiten. „Wenn ich euch alles vorlesen würde, dann sitzen wir morgen noch hier.“, erklärt er. Die Kinder sind sich aber alle einig: Ihnen gefiel das Buch bis jetzt gut, einige beschließen, es sofort zu kaufen, wenn es erscheint.
Das Abendessen ist vorbei. Alle Kinder haben sich mit Popcorn und Wackelpudding den Bauch vollgeschlagen und sitzen nun erwartungsvoll im Meditationsraum. Zusammen haben sie einige Fragen vorbereitet, die sie Stefan stellen möchten. Sein erstes Buch „Der Rabe in der Arche“, schrieb Stefan mit 21, zwei Jahre später ist es erschienen. Eine Schülerin stellt die Frage, warum er eigentlich Buchautor werden wollte. Darauf antwortet er grinsend, dass er das ja eigentlich gar nicht wollte. Es ergab sich halt so. Seine bisher längste Schreibzeit liegt bei 16 Stunden am Stück. „Und wie sind Sie ausgerechnet auf den Namen „Schattengreifer“ gekommen?“ Stefan überlegt nicht lange und meint, dass er erst andere Namen für den „Schattengreifer“ hatte, aber irgendwie „gehört der Schatten zu dir und niemand kann ihn dir nehmen. Und wenn es doch jemandem gelingt – so denke ich mir – dann gehört ihm nicht nur dein Schatten sondern der ganze Mensch.“
„Da wir hier eine Kinderlesung haben, können auch mal Kinder lesen. Ich brauche zwei mutige Kinder…“ Alle Finger gehen in die Höhe. „… die sich alles trauen…“ Einige Finger gehen runter. „…und denen nix zu peinlich ist.“ Wieder ziehen einige ihre Finger zurück. Malte und Sonja kommen schließlich nach vorne. Stefan nimmt beide an die Händen und fängt an, einen Teil seines Buches „Winnewuff und Old Miezecat“ vorzulesen. Er fängt an der Stelle an, wo sich Cheesy-James, Winnewuff und Old Miezecat auf die Suche nach einem Raben machen, der ihnen bei der Suche nach der Schwester von Old Miezecat weiterhelfen kann. Dabei drückt Stefan abwechselnd die Hände von Malte und Sonja, die daraufhin entweder „ja“ oder „nein“ sagen. Diese Aktion sorgt für viel Gekicher und Frau Höpner bekommt einen so heftigen Lachanfall, dass sie aus dem Raum geht, um sich abzureagieren. „Lasst uns die Daumenprobe machen.“ , sagt Stefan zum Schluss. Alle Kinder heben ihre Hand nach oben. „Und jetzt zeigt mal, wie euch der Tag gefallen hat. Daumen nach oben bedeutet ‚super‘ und Daumen nach unten ‚nicht so toll‘.“ Es gibt ein eindeutiges Ergebnis. Den Kindern hat es total gut gefallen. Und spätestens nachdem alles aufgeräumt ist und Stefan viele Autogramme gegeben hat, ist sicher: Es war ein toller Abend, den – ganz bestimmt nicht nur ich – gerne wiederholen würde.
Außensportanlage fertig
Durch die zahlreichen Spenden beim letzten Run-for-Help-Lauf konnten zwei weitere Basketball-Streetball-Anlagen angeschafft werden. Auf dem Bild sieht man einige Zehntklässler, die eine der Basketballanlagen aufstellen.
Nun stehen zwei vollwertige Basketballfelder auf der Außensportanlage der Schule für den Sportunterricht und für die freie Zeit der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Desweiteren konnten von dem Spendengeld noch zwei komplette Volleyballanlagen finanziert werden, die auf dem Außenspielfeld jeweils zu Unterrichtszwecken aufgebaut werden können.
Wir danken nochmals allen Spendern, die letztes Jahr sowohl für die Multiple-Sklerose-Gesellschaft als auch für die Fertigstellung der Außenanlage einen finanziellen Beitrag geleistet haben. Vor allem danken wir natürlich unseren "rennenden" Schülerinnen und Schülern, ohne die das Ganze nicht möglich gewesen wäre.
Im Namen aller bewegungshungrigen DBGler:
Thomas Reis und Martin Sons
"Eine gute Schule kann man nur erarbeiten"
Gerhard Deussen wurde jüngst in einem feierlichen Gottesdienst mit anschließendem Festakt offiziell in sein Amt als Schulleiter des Schweicher Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums eingeführt und erhielt die Ernennungsurkunde.
Wenn Regen Segen verspricht, dann darf sich der 55jährige neue Direktor des privaten Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums nach eineinhalb Jahren kommissarischer Leitung an der Mosel weiter gut aufgehoben fühlen. Während des großen Festaktes mit viel Prominenz aus der evangelischen Kirche, der Politik und dem öffentlichen Leben trommelte der Regen nämlich unablässig aufs Glasdach.
Superintendent Christoph Pistorius, Vorsitzender der Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung, erinnerte in seiner Begrüßung an den Gedenkstein für den Namensstifter im Foyer der Schule, auf dem es heißt: „Glaubt, hofft und vor allem liebt und Ihr werdet die Welt überwinden.“ Gymnasium und Träger fühlten sich dem Denken Dietrich Bonhoeffers verpflichtet und betrachteten schulische Bildung als Lebensbegleitung. Das Schulkonzept gebe eine klare Orientierung vor, lasse Raum für „entschleunigte Formen“ des Lebens und Lernens. Pistorius dankte dem Schulleiter-Team, Gerhard Deussen und Silvia Neimes, für engagierte eineinhalb Jahre kommissarischer Leitung, getragen und unterstützt vom Kollegium.
Oberkirchenrat Klaus Eberl von der Evangelischen Kirche im Rheinland freute sich sichtlich über die Ernennung Deussens, weil er als Person menschliches Maß mitbringe gegenüber Kollegen, Schülern und Eltern. „Bewahren Sie sich diese Gabe!“ Bildung sei mehr als Wissensvermittlung. In einer evangelischen Schule seien die „Maße des Menschlichen“ mehr als ein Programm.
Stadt-Beigeordnete Anita Kruppert betonte, dass die Stadt Schweich „sehr interessiert daran sei, dass es hier gut läuft“. Man baue auf eine gute Zusammenarbeit. Das neue Gymnasium solle keine Konkurrenz, sondern könne eine Chance für Kooperation und Austausch sein.
Axel Schneider von der landeskirchlichen Direktorenkonferenz sah die Stärke Deussens in seiner immer kollegialen und freundlichen Art, klar und prägnant, Inhalte vermitteln zu können. „Respekt und Freundlichkeit sind Tugenden, die wir an unseren Schulen brauchen.“
Schulleiter Klaus Winkler vom evangelischen Martin-Butzer-Gymnasium Dierdorf ließ seinen einstigen Stellvertreter „mit einem lachenden und weinenden Auge“ ziehen: „Ich glaube, dass du hier deinen Weg weitergehen wirst.“
Und der Leiter des Stefan-Andres-Schulzentrums, Eberhard Blind, gab seinem neuen Kollegen als Ratschlag mit auf den Weg, „mit Schülern zu reden ohne zu zerreden, mit Eltern zu sprechen ohne zu viel zu versprechen und den Kollegen zuzuhören ohne auszuhorchen“.
Renate von Schubert vom Stiftungsvorstand wertschätzte vor allem die Offenheit des Teamplayers Deussen, bei dem das Kind und nicht der Lehrplan im Mittelpunkt stehe.
Elternsprecherin Carina Eckhoff-Engel versprach, dass die Elternschaft den neuen Schulleiter „auch weiter gerne so aktiv unterstützt, wie es unserem Schulgeist entspricht.“
„Schön und so gut, dass Sie da sind“, formulierte es Martin Sons von der Mitarbeitervertretung. Mit Deussen sei „Spaß, Freude und sich Wohlfühlen“ an die Schule zurückgekehrt. Er sei dem Kollegium menschlich nah und doch eine große Autorität. Unter dem Beifall der vielen in der Aula dankte Sons abschließend im Namen des Kollegiums vor allem der stellvertretenden Schulleiterin Silvia Neimes, die „souverän, mit Herz und Verstand“ die Schule in unruhigen, schwierigen Zeiten geführt habe. Sons appellierte eindringlich an die Verantwortlichen, Silvia Neimes an der Schule zu behalten.
Auch das DBG-Schülerteam, Louis Kaufmann, Andrea Leich, Dennis Rügner, Friederike Müller, sowie der Vorsitzende des Schulvereins, Pfarrer Krachen, freuten sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Schulleiter.
Sichtlich gerührt und bewegt dankte der neue Direktor zunächst seiner Familie, aber vor allem den Sängern im Chor, den Musikern der Big-Band und allen Schülern, die mit originellen Videobotschaften die Festgäste immer wieder herzlich zum Lachen gebracht hätten. Sein ganz besonderer Dank galt dem Kollegium und vor allem seiner Stellvertreterin Silvia Neimes: „Eine gute Schule kann man nicht gründen, man kann sie nur erarbeiten.“
Aktionstage für Toleranz
2007 wurde dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" verliehen. Nun finden regelmäßig Veranstaltungen statt, in denen die Schülerinnen und Schüler ihr besonderes Engagement für Demokratie und Mitmenschlichkeit zeigen.
In Zusammenarbeit mit den anderen Schulen in Schweich und Dozenten des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Mainz wurden jetzt drei „Aktionstage für Toleranz und Vielfalt" veranstaltet.
Den Auftakt bildete das Theaterstück „Kein schöner Land", das die Wechselwirkungen von rechter Gewalt und Journalismus kritisch beleuchtete. Schüler der achten und neunten Jahrgangsstufe äußerten sich zu ihren Empfindungen direkt nach der Vorstellung im Radiosender RPR 1. In Workshops wurden an zwei Tagen die Themen Vorurteile und rechte Gewalt weiter vertieft.
Den Abschluss bildete ein Rockkonzert am Freitagabend mit dem Titel „Kein Bock auf Nazis".











