Fachtagung des „Netzwerk Jugend EuRegio“ in Trier

Laurance Ball, Pierre-Alain Guyot, Michael Dahmen, Albert Scherr

„Jugend und Integration“ war das Thema der diesjährigen Fachtagung des „Netzwerkes Jugend EuRegio“, die am 5. Oktober 2006 stattfand. Dazu trafen sich Mitarbeitende aus der Jugendarbeit, den Jugendämtern und von Jugendvereinen im Trierer Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

Im Rahmen dieser Fachtagung gaben Albert Scherr, Professor an der Pädagogische Hochschule Freiburg und Pierre-Alain Guyot vom Institut Régional du Travail Social aus Lorraine (IRTS) aus Lothringen einen Überblick über die Integration von Jugendlichen in verschiedenen Ländern. Der Schwerpunkt lag auf den Schwierigkeiten dieser Grenzen überschreitenden Jugendarbeit, wie etwa den Fragen: welche Herausforderung sich für die Jugendarbeit ergeben angesichts der Zunahme von Gewalt unter Jugendlichen oder welchen Einfluss der sozio -ökonomische Hintergrund von Jugendlichen auf die Integrationsarbeit hat.

Am Nachmittag fanden Workshops zu den Themen „Jugend und Integration in ländlichen Räumen und Städten – welche Unterschiede gibt es?“, „Mädchen mit Migrationshintergrund – eine besondere Zielgruppe für die Jugendarbeit?“, „Frühsprachenintegration“ und „Integration Osteuropa“ statt.

Die EuRegio ist ein Zusammenschluss von privaten und staatlichen Jugendorganisationen in der Großregion Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Lothringen sowie der französischen und deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien. Ihr Ziel ist es, aufgrund der geografischen Nähe in der Region, den Gedanken des zusammenwachsenden Europas für die Jugendarbeit nutzbar zu machen und die Kommunikation unter den Jugendlichen zu erleichtern.

 

Im Hirn ist was los!

Prof. Dr. Dr. Spitzer

Schweich - „Wie lernt das Gehirn? Neurobiologische Grundlagen“ – der Vortrag von Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer stand im Mittelpunkt des diesjährigen „Neujahrsempfangs“ anlässlich des neuen Schuljahrs, zu dem das Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Trier am Montag, 18. September eingeladen hatte.

Über 500 Zuhörer aus den Bereichen Schule, Kirche und Bildung sowie zahlreiche Eltern folgten im Schweicher Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium konzentriert den Ausführungen Spitzers zur Hirnforschung. Manfred Spitzer ist ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm und leitet dort das „Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen.“ Die Hirnforschung, so Spitzer, wolle die Pädagogik nicht ersetzen, sondern sie mit ihren Erkenntnissen unterstützen. Anschaulich und gut verständlich stellte der Neurowissenschaftler die komplexen Abläufe beim Lernen im menschlichen Gehirn da. Das Gehirn sei nicht nur eines der am besten geschützten Organe, erklärte er, sondern sei schon bei der Geburt mit allen Zellen und Verbindungsfasern ausgestattet. Diese gelte es danach mit Informationen zu versorgen. Nur durch neue Informationen würden sich die Fasern und Synapsen, die Schaltstellen im Gehirn, verändern. Dabei nehme die Fettschicht um die Fasern zu, die gleich einer Isolation für einen schnelleren Datenaustausch sorge, und die Synapsen werden stärker ausgebildet.

In zahlreichen Beispielen führte Spitzer vor, wie das Gehirn lerne. So beherrsche ein Kind nach der Beendigung des Kindergartens bereits fast die gesamte Grammatik allein durch den täglichen Umgang mit Sprache, ohne dafür allerdings die Regeln benennen zu können. Selbst die Regel, so Spitzer, dass Verben, die auf „ieren“ enden, ihr Partizip Perfekt ohne die Vorsilbe „ge-“ bilden, gehöre dazu. Es heiße eben „Ich habe mir gestern den Bart rasiert“ und nicht „Ich habe mir gestern den Bart gerasiert.“ Davon überzeugte er das Publikum mit einem Test: Ausgedachte Verben auf „ieren“ endend, ließ er ins Partizip Perfekt übersetzen.

Wie lernfähig das Gehirn sei, berichtete der Arzt anhand eines Fallbeispieles: Ein Kind habe unter einer schweren Entzündung im Gehirn gelitten. Um den Tod des Kindes zu vermeiden, sei eine Hälfte des Gehirns entfernt wurden. Alle Befürchtungen, das Kind sei in Bewegung und Sprachentwicklung eingeschränkt, seien nicht eingetreten. Heute bewege es sich normal und spreche zwei Sprachen.

An dem Neujahrsempfang nahmen auch Oberkirchenrat Harald Bewersdorff von der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie Dr. Josef Peter Mertes, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz teil. In Grußworten hoben beide die Bedeutung der Bildung in Kirche und Staat hervor. Sie hoffen, dass die Schüler am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und an anderen Schulen trotz der Veränderung im Bildungssystem Lehrer und Lehrerinnen fänden, die als Lernbegleiter Perspektiven für das spätere Leben schaffen könnten.

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CVJM Trier sammelt für den großen RTL-Spendenmarathon

Am 23. September 2006 sammelten Jugendliche des CVJM Trier von 10 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz des real,- in der Trierer Gottbillstraße für den guten Zweck. Die Jugendlichen fuhren volle Einkaufswagen zu den Autos der Kunden, luden sie aus und brachten die Wagen zurück. Dabei sammelten die CVJM-Jugendlichen für die Stiftung RTL "Wir helfen Kindern", die die Spenden abzugsfrei karitativen Zwecken zuführt. Die Aktion unterstützt unter anderem: Hilfe für Sozialwaisen in Litauen, Schulbildung für Straßenkinder in Afrika, Schulbildung für Inlandsflüchtlinge in Kolumbien, Freizeit- und Erholungsheim für arbeitslose Jugendliche in Mötzow, Schule für suchtgefährdete Jugendliche in Berlin und die Ausbildung für Straßenkinder auf den Philippinen.

Wie in Trier waren deutschlandweit Jugendliche vor den real,- Märkten im Einsatz. Das Ergebnis der Aktion von Stiftung RTL und real,- wird am 24. November 2006 in der Live-Sendung "RTL Spendenmarathon" bekannt gegeben. Der Clou für die Jugendlichen: die Jugendgruppe, die die höchste Spendensumme gesammelt hat, wird zu der Live-Sendung eingeladen.

 

Mehr drin - Kirchen(t)räume - Gemeindefest rund um die Basilika

Trier - Rund 800 Menschen feierten mit der Evangelischen Kirchengemeinde Trier am vergangenen Sonntag den Familiengottesdienst zu Beginn des Gemeindefestes rund um die Basilika. Unter dem Motto „Mehr drin – Kirchen(t)räume“ ließen die beiden Pfarrer Thomas Luxa und Guido Hepke im Gottesdienst szenisch die 1700 jährige Geschichte der Basilika aufleben. Dabei stellten sie fest, dass nicht allein die circa 1,5 Millionen verbauten Steine die Basilika in den letzten 150 Jahren zur evangelischen Kirche gemacht hätten. Die Kirche bestehe nicht aus toten Steinen, sondern aus Menschen, die in ihr zusammenkommen und sich an Jesus Christus orientieren, betonte Pfarrer Thomas Luxa. „Kirche - das sind vor allem wir Menschen, wir Christen als lebendige Steine“, ergänzte Guido Hepke. Es liege an den Menschen, die Wohltaten Gottes im Alltag zu verkünden und die Kirche lebendig zu halten.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde den ganzen Tag über rund um die Basilika gefeiert. Die Kirchengemeinde hatte ein abwechslungsreiches Programm für den Tag zusammengestellt. An Marktständen stellten Gruppen der Gemeinde ihre Arbeit vor. Kinder konnten an Bastelangeboten und speziellen Kinderführungen durch die Basilika teilnehmen. Bei den Pfadfindern hatten Jugendliche die Chance Holzstühle zu bauen oder beim Bierkistenklettern mitmachen. Ganztägig sorgte ein musikalisches Programm der verschiedenen Chöre und Bands für Abwechslung auf der Bühne. „Ein Highlight ist aber, dass man der Basilika aufs Dach steigen kann“, berichtete Thomas Luxa. Mit einem Kran konnten die Besucher sich in einem Rundkorb auf rund 40 Meter Höhe ziehen lassen. Trotz des trüben Wetters nutzen die Besucher diese Gelegenheit, die Basilika so wie die Trierer Innenstadt aus der Luft betrachten.

Die Evangelische Kirchengemeinde Trier feiert in diesem Jahr das Doppeljubiläum der Kirche. Seit 150 Jahren ist die Basilika eine evangelische Kirche. Vor 50 Jahren wurde sie nach dem zweiten Weltkrieg erneut aufgebaut.

 

25 Jahre im Dienst für den Nächsten

Trier - Die Ökumenische Sozialstation Trier hat am 11.9.06 ihr 25-jähriges Bestehen im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Trier gefeiert. Zum Festakt waren hochrangige Vertreter aus Stadt und Land geladen. Sozialministerin Malu Dreyer überbrachte die Grüße der Landesregierung und betonte: "Es war eine gute Idee der beiden Kirchen, vor 25 Jahren die ökumenische Sozialstation zu gründen." Bürgermeister Georg Bernading von der Stadt Trier lobte das bürgeschaftliche Engagement und den profesionellen Dienst der Sozialstation. Sie sei "ein verläßlicher Eckpunkt in unserer Stadt seit 25 Jahren."

 

Die Ökumenische Sozialstation Trier e. V. wurde 1981 als zweite Sozialstation in Trier gegründet. Träger der Sozialstation sind das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Trier, die katholischen Pfarrgemeinden im Einzugsgebiet und der Caritasverband für die Region Trier. Die Ökumenische Sozialstation gehört zu den Ambulanten Hilfezentren in Trier und beschäftigt 51 Mitarbeitende.

 

Die Ökumenische Sozialstation bietet unter einem Dach Behandlungspflege, Körperpflege, hauswirtschaftliche Hilfen, Beratung und ergänzende Dienste. In Kooperation mit dem Diakonischen Werk wird auch Essen auf Rädern ausgeliefert.

 

"Familiengottesdienst" am Abend

Kirchenkabarett in der Basilika

 

Trier – Rund 170 Zuschauer lachten und lauschten nachdenklich am Sonntagabend in der Konstantin-Basilika dem Kabarettisten Okko Heryln. Mit den Worten: „Guten Morgen, liebe Gemeinde, wie schön, dass so viele heute zum Familiengottesdienst gekommen sind“ nahm Heryln das Publikum mit hinein in das Bühnenprogramm. Unter dem Titel „noch mehr drin – Kleinkunst aus Kirche und anderen Provinzen“ beschrieb Herlyn in Szenen und Songs das Arbeiten in der Kirche mit einem genauen Blick für Pfarrer, Kirchenmusiker und Gottesdienstbesuchern. Das Publikum des Abends schlüpfte gar in die Rolle des Kirchenchores und konnte die Nöte des Chorleiters miterleben.

Zum Repertoire Herlyns gehörten aber auch Stücke über gesellschaftliche Probleme wie etwa „Ich möchte noch einmal Kind sein“, das von Kindesmisshandlung erzählte.

Okko Herlyn ist im Hauptberuf Professor für Theologie an der Evangelischen Fachhochschule Bochum. Seine kabarettistische Tätigkeit hat schon mehrfach Preise erhalten. In drei Büchern („Blues in Grün“, „Niederrheinische Gottheit mit zwei Buchstaben“ und „Hoffnungslos heimatlich“) sind seine Texte nachzulesen oder auf der CD („lass mich lügen“) zuhören.

 

 

Neue Orgel für herausragende Kirche

Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Konstantin-Basilika eröffnet

 

Trier – Über 1.000 Besucher feierten mit der Evangelischen Kirchengemeinde Trier die Eröffnung des Doppeljubiläums 150 Jahre Konstantin-Basilika als Evangelische Kirche zum Erlöser und 50 Jahre Wiederaufbau der Basilika nach dem Krieg. In einem Festgottesdienst und dem sich anschließenden Festakt wurden die Feierlichkeiten rund um den ehemaligen römischen Thronsaal eröffnet. Die aus dem 4. Jahrhundert stammende Konstantin-Basilika ist das älteste Gebäude in Deutschland, das eine Kirche beherbergt. In den kommenden Jahren soll mit großer Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz eine neue Orgel für den größten säulenlosen Hallenbau nördlich der Alpen gebaut werden.

 

„Ihre Kirche gehört zu den herausragenden Gottesdienststätten unserer rheinischen Kirche“, eröffnete Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, seine Festpredigt. Er überbrachte die Glück- und Segenswünsche der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Schneider hob die beeindruckende Größe des Kirchenraums sowie die Art und Weise seiner Gestaltung besonders hervor. „Gerade die Schlichtheit ihrer Form vermittelt auf ihre Weise die Botschaft Jesu: Gott ist gegenwärtig, er ist uns nahe.“ Jesus sei Mensch geworden und kenne Niedrigkeiten, Mühsalen und Lasten des Lebens. Schneider ging in seiner Predigt auf die „bemerkenswerte Umwertung dieses Kirchraum“ vom kaiserlichen Thronsaal zur Evangelischen Kirche ein. Wer heute diese Kirche zum Erlöser betrete, der werde freundlich eingeladen, sich mit seinen Lasten und seiner Mühsal von Gott aufrichten zu lassen. Er solle „zu dem hin aufgerichtet werden, den Gott selbst als den Erlöser in die Welt geschickt hat: Jesus Christus,“ betonte Schneider.

 

Staatsministerin Malu Dreyer überbrachte während des Festaktes die Grüße des Landes Rheinland-Pfalz und machte der Kirchengemeinde zum Jubiläum ein besonderes Geschenk: Die Konstantin-Basilika solle mit Hilfe des Landes eine neue Orgel erhalten. „Das Land wird den Hauptteil der Orgel finanzieren, damit Sie in Zukunft eine große symphonische Orgel zur Verfügung haben“, versprach die Ministerin. Seit sie als Schülerin zum ersten Mal in dieser Kirche gewesen sein, gehe von diesem Gebäude eine Faszination auf sie aus. „Man hat das Gefühl, als sei man dem Himmel näher“, bekannte die Ministerin. Man könne in diesem Gebäude, das Kirche und Kulturdenkmal zugleich sei, zur Besinnung kommen und sich geborgen fühlen. Auch der Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer sagte von Seiten der Stadt finanzielle Unterstützung für das Orgelprojekt zu. Die Basilika sei ein repräsentativer Ort evangelischen Lebens. Er freue sich, dass diese Kirche ein mit Leben erfüllter Trierer Raum sei.

 

Nach dem Festakt wurden sie so genannten Kaupert-Köpfe enthüllt. Kirchmeister Georg-Friedrich Lütticken vergegenwärtigte die Geschichte der Köpfe von Christus und den Evangelisten. Der Bildhauer Gustav Kaupert hatte zwischen 1880 und 1887 überlebensgroße Marmorstatuen von Christus und den Evangelisten für die Apsisnischen der Basilika angefertigt. Diese wurden zum Großteil während des zweiten Weltkrieges zerstört. Nun sind die Köpfe restauriert und werden in der Konstantin-Basilika ausgestellt.

 

Die Trierer Konstantin-Basilika stammt aus der Römerzeit. Aus dem Thronsaal römischer Kaiser im 4. Jahrhundert wurde im Mittelalter eine Burganlage. Diese wurde zum Teil abgerissen, der Rest in das im 17. und 18. Jahrhundert neu entstehende kurfürstliche Palais integriert. 1844 erfolgte der Umbau zur Kirche auf den Fundamenten der römischen Palastaula. 1856 konnte die Evangelische Kirche zum Erlöser eingeweiht werden. 1956 wurde die im 2. Weltkrieg schwer beschädigte Kirche ein zweites Mal als Gottesdienststätte in Dienst genommen. Während des Festgottesdienstes kamen auch Zeitzeugen zu Wort, die auf besondere Weise mit der Basilika nach dem Wiederaufbau vor 50 Jahren verbunden sind. Ada Hollstein wurde als erstes Kind nach dem Wiederaufbau in der Basilika getauft. Horst Liese gehörte zu den ersten Konfirmanden. Beide ließen ihre Erfahrungen mit dieser besonderen Kirche aufleben.

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"Auf ewige Zeiten"

Ausstellung über die Geschichte der Konstantin-Basilika eröffnet

 

Zum Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des Doppeljubiläums 150 Jahre Konstantin-Basilika als Evangelische Kirche zum Erlöser und 50 Jahre Wiederaufbau nach dem Krieg präsentiert die Evangelische Kirchengemeinde Trier die Ausstellung „Auf ewige Zeiten“ über die wechselhafte Geschichte der Basilika. Sie spiegelt die vielfältige Nutzung des römischen Baus vom Thronsaal im 4. Jahr bis zur Evangelischen Kirche seit dem 19. Jahrhundert wieder.

„Nur weil die Basilika als evangelische Kirche genutzt wird, konnte dieses römische Gebäude erhalten werden“, hob Pfarrer Guido Hepke anlässlich der Eröffnung der Ausstellung hervor. Kulturgeschichtlich werde daran deutlich, dass Gebäude dann erhalten blieben, wenn sie genutzt würden. Hepke ging bei Eröffnung auf den wechselhafte Geschichte der Basilika ein und stellte den vielfältigen Gebrauch des Gebäudes dar. „Die Basilika ist eine evangelische Kirche in einem einzigartigen Raum“, betonte Hepke. Sie sei die evangelische Kirche, die im ältesten deutschen Gebäude beheimatet sei.

Die Ausstellung „Auf ewige Zeiten – Die Geschichte der Konstantin-Basilika“ wird bis zum 31. Oktober in der Basilika präsentiert. In 24 Bild- und Texttafeln zeichnet die Ausstellung die 1.700-jährige Geschichte der Basilika nach: Aus dem Thronsaal römischer Kaiser im 4. Jahrhundert wurde im Mittelalter eine Burganlage. Diese wurde zum Teil abgerissen, der Rest in das im 17. und 18. Jahrhundert neu entstehende kurfürstliche Palais integriert. 1844 erfolgte der Umbau zur Kirche auf den Fundamenten der römischen Palastaula. 1856 konnte die Evangelische Kirche zum Erlöser eingeweiht werden. 1956 wurde die 1944 schwer beschädigte Kirche ein zweites Mal als Gottesdienststätte eingeweiht.

Konzipiert wurde die Ausstellung zur Geschichte der Basilika von einem fünfköpfigen Arbeitskreis, bestehend aus dem Historiker Matthias Paulke, den Presbyterinnen Dietlind Lindenmeyer und Dr. Marianne Darmstadt, der Basilika-Küsterin Juanita Niesen und Pfarrer Guido Hepke. Kantor Martin Bambauer und Pfarrer i. R. Ulrich Hahn wirkten bei der Erarbeitung der Texte mit. Birgit Bach erarbeitete das Layout und die künstlerische Gestaltung. Durch die Unterstützung seitens des Rheinischen Landesmuseums Trier, des Städtischen Museums Simeonstift, der Stadtbibliothek Trier und vielen Einzelpersonen wird in der Ausstellung eine einzigartige Fülle an Bilddokumenten präsentiert. Weitere Infos unter www.konstantin-basilika.de.

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Kaupert-Köpfe in der Basilika

Trier – Fünfzig Jahre nach dem Wiederaufbau der Konstantin-Basilika präsentierte die Evangelische Kirchengemeinde Trier am 13. Juli 2006 erstmals einen der so genannten “Kaupert-Köpfe“. Er zeigt das Antlitz des Evangelisten Johannes und wurde von dem klassizistischen Bildhauer Gustav Kaupert geschaffen. Kaupert hatte zwischen 1880 und 1887 überlebensgroße Marmorstatuen von Christus und den Evangelisten für die Apsisnischen der Basilika angefertigt. „Wir sind froh, dass die Köpfe von Kaupert hier wieder einen Platz finden“, freute sich Pfarrer Guido Hepke von der Evangelischen Kirchengemeinde Trier.

Dank der Initiative des Kirchmeisters Frieder Lütticken und der Presbyterin Ursula Wilhelmi konnten die Kaupert-Köpfe in die Basilika zurückgeführt werden.

Beim Wiederaufbau der Basilika nach dem zweiten Weltkrieg seien die Statuen verloren gegangen, lediglich die Köpfe hätten sich finden lassen, berichtete Frieder Lütticken, der die Geschichte der Köpfe erforschte. Sie seien an unterschiedlichen Orten eingelagert worden, zuletzt im Rheinischen Landesmuseum, das die Köpfe dann 2001 im Auftrag der Trierer Kirchengemeinde restaurierte. In Henning Wirtz und seinem Mitarbeiter Mario Petry habe man danach Steinmetze gefunden, die sich mit der Aufstellung der Köpfe befasst haben. „Immerhin wiegt ein Marmorkopf zwischen 300 und 400 Kilo“, erzählte Lütticken. Henning Wirtz baute für die Kaupert-Köpfe Stelen aus Muschelkalk. Sie passten aufgrund ihrer Strukturgebung in die Umgebung der Basilika und präsentierten gleichzeitig eindrucksvoll die Köpfe, erläuterte Henning Wirtz.

Möglich wurde diese erneute Aufstellung der Kaupert-Köpfe durch die Unterstützung der Handelskammer, der Volksbank und der Sparkasse Trier.

Alle Köpfe der Evangelisten so wie der Kopf der Christusstatue werden bei einem Festakt am 3. September 2006 in der Basilika enthüllt. Künftig sollen sie dann unter der Orgel in der evangelischen Kirche stehen. Für Frieder Lütticken ist klar: „Sie gehören dorthin, denn sie sind ein Teil der Geschichte der Basilika als Evangelische Kirche zum Erlöser.“

 

Kinderfreizeit in Erlach

Auch in diesem Jahr führte die Kinderfreizeit unserer Gemeinde auf den Bauernhof nach Erlach (in der Nähe von Velden/Vils in Bayern). 55 Teilnehmende erlebten in der Zeit vom 05. August bis zum 19. August 2006 ein buntes und abwechslungsreiches Programm: Schätze wurden gesucht, Rätsel gelöst, Lieder am Lagerfeuer gesungen, sportliche Höchstleistungen an der Olympiade erbracht, knifflige Fälle gelöst oder einfach nur gespielt und Geschichten gehört. Ein Bruchteil von dem, was alles sonst so passierte: Selbst eine Zeitreise wartete auf die Kinder, die sie ins Jahr 1900 führte. Bereits morgens im Gottesdienst wurde das für alle deutlich, da man sich getrennt nach Mädchen/Frauen und Jungen/Männer setzen musste.

Doch es blieb nicht nur bei Zeitreisen, denn Ausflüge nach Landshut (Stadtspiel mit anschließendem sehr lohnenswertem Burgbesuch) und Rosenheim (Besuch einer Wüstenausstellung) wurden ebenso durchgeführt.

Natürlich wurde neben den vielen Aktivitäten auch wieder eine Menge gebastelt und gemalt. Und das nicht nur in den Interessengemeinschaften, sondern auch in 7 Morgeneinheiten, die sich in diesem Jahr unter anderem mit den Themen Freundschaft, Eifersucht oder Sorgen beschäftigten.

Trotz der dürftigen Wetterlage mit wieder einmal viel zu viel Regen genossen nicht nur die Kinder, sondern auch die Mitarbeiter, das Küchenpersonal und die Leitung eine spannende, abwechslungsreiche und fast immer lustige Ferienzeit mit den Kindern. Sichtbar ist dies auf dem schon fertigen Freizeitfilm, der am Nachtreffen am 04.11.06 ab 15:30 in der Christuskirche ausgestrahlt wird.

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Von Römern, Kelten und Hochwäldern - Kinderferienspaß rund um das evangelische Pfarrhaus Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch veranstaltete vom 17. - 27.7. einen Kinderferienspaß rund um das Pfarrhaus in Züsch. 35 Kinder aus Züsch, Neuhütten, Nonnweiler und Otzenhausen trafen sich jeden Nachmittag zu verschiedenen Aktionen und Ausflügen.

"Nach dem guten Erfolg der ersten Ferienspaß-Aktion fühlten wir uns als Gemeinde ermutigt, noch mal Kindern unserer Region ein paar schöne Ferientage vor ihrer Haustür zu bieten." berichtet Peter Sorg, Pfarrer im Bezirk Züsch-Nonnweiler der evangelischen Kirchengemeinde und Leiter des Ferienspaßes. Ein Team aus Ehrenamtlichen hatte wieder ein buntes Programm zusammengestellt. Außer Spielen im Freien, dem Einstudieren eines Jazz-Tanzes und einem sportlichen Wettkampf, gab es in diesem Jahr wieder ein umfangreiches kreatives Angebot. So bauten die Kinder Holzboote, fertigten Nagelbilder, Keilrahmen und Webrahmen an und lernten, Sträuße zu binden. Eine ortsansässige Kunstmalerin hat auch wieder einen kleinen Malkurs für die Kinder angeboten.

Daneben standen auch Ausflüge zum Hunnenring in Otzenhausen und ins Römermuseum Schwarzenacker auf dem Programm. Gerade Letzterer war für die Kinder ein besonderes Highlight. In Schwarzenacker konnten sie nicht nur sehen, wie die Römer in der Region gelebt hatten, sondern durften es auch am eigenen Leib erfahren: Beim Kochen von echten römischen Gerichten, beim Imbiss in der Taverne des Capitolinus und beim Marschieren mit einem römischen Legionär. Bei einer Ausgrabung konnten die Kinder selbst Schätze ans Tageslicht befördern. "Das war toll; beim nächsten Mal mache ich wieder mit!" sagte ein begeistertes Kind.

In der Mitte des Kinderferienspaßes wurde in einem Familiengottesdienst "geistlicher Weg" abgeschritten. An verschiedenen Stationen auf freiem Feld wurden Texte gelesen und Lieder gesungen. Abschluss und Ziel der Wanderung war die Grillhütte des Züscher Heimatvereines. Der Abschluss des Kinderferienspaßes bildete ein großes Grillfest Fest mit allen Kindern und ihren Eltern, bei dem auch der einstudierte Jazz-Tanz gezeigt wurde.

Die Evangelische Kirchengemeinde veranstaltete in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Kinderferienspaß, nachdem die Aktion im letzten Jahr so großen Anklang gefunden hatte.

Weitere Informationen und Fotos im Internet: www.ekhz.de

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Der Ökumene verpfichtet

Professor Adelbert Denaux, Dr. Karl-Adolf Bauer, Kate Davson, Altbischof Dr. Heinz Joachim Held, Dr. Hans-Georg Link

Tagung der International Ecumenical Fellowship in Trier

 

Trier - Rund 350 Christinnen und Christen aus 17 verschiedenen Ländern treffen sich diese Woche in Deutschlands ältester Stadt, um ihre ökumenischen Kontakte zu vertiefen. Auf der 37. Tagung der International Ecumenical Fellowship (IEF) vom 31.7. – 7.8.2006 wird in den verschiedenen Kirchen Triers miteinander gebetet, gesungen, Gottesdienste gefeiert sowie bei Vorträgen und Workshops über die Kirche von morgen diskutiert.

„So leben wir heute schon die Zeichen der Ökumene von morgen“, machte Karl-Adolf Bauer aus dem Vorbereitungsteam bei einem Pressegespräch deutlich. Der ehemalige Pfarrer betonte, die IEF leiste mit ihrem ehrenamtlichen Engagement auch wertvolle Arbeit für das europäische Zusammenwachsen. Denn für die verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus römisch-katholischen, evangelischen, orthodoxen oder anglikanischen Kirchen seien neben den spirituellen Erfahrungen auch das Gespräch und die Begegnung von hoher Bedeutung. „Der persönliche Kontakt untereinander ist mir besonders wichtig. Er bereichert die Spiritualität und lehrt, die eigenen Grenzen zu überschreiten“, betonte Adelbert Denaux aus Löwen in den Niederlanden. Der katholische Theologieprofessor ist der internationale Präsident der IEF.

„Die IEF ist ein Ort, an dem das Feuer der ökumenischen Bewegung warm gehalten wird“, sagte Altbischof Heinz Joachim Held. Der ehemalige Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland hielt einen Vortrag zur ökumenischen Dimension der Kirchenväter des 4. und 5. Jahrhunderts. Er stellte die heutige ökumenische Diskussion in den historischen Raum der Anfänge der christlichen Kirche. Die Stadt Trier habe damals eine herausragende kirchliche und politische Bedeutung weit über ihre Grenzen hinaus gehabt, da die Kirchenväter Athanasius, Ambrosius und Augustinus in Trier wirkten.

Die IEF wurde 1967 als eine Bewegung von europäischen Christen in Fribourg in der Schweiz gegründet. Ihr Ziel war es, den ökumenischen Dialog zwischen den Christen in Europa zu vertiefen. Inzwischen hat die IEF aber auch Mitglieder in Afrika und den USA. Schwerpunkt der jährlich an unterschiedlichen Orten stattfindenden Konferenz sind tägliche Gottesdienste und theologische Arbeiten an Fragen der Ökumene.

Zum Abschluss der Tagung kündigte Hans-Georg Link, Präsident der deutschen Region der IEF, ein Papier zum Abendmahlsverständnis an. An Fragen der ökumenischen Gastfreundschaft habe während der Tagung eine Gruppe theologisch gearbeitet.

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Gerolstein - In einem feierlichen Gottesdienst wurde Pfarrer Thilo Müller am 2. Juli 2006 als neuer Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Gerolstein-Jünkerath eingeführt. Die Einführung nahm Superintendent Christoph Pistorius vor. Damit ist die zweite Pfarrstelle der Kirchengemeinde nun wieder besetzt.

In seiner Einführungspredigt ging Thilo Müller der Frage nach, was es bedeute, dass Gott das Licht im Leben sei. In Gottes Licht, so der 42-jährige Theologe, erkenne der Mensch klar, wo er in seinem Leben Fehler mache. Müller lud die Gottesdienstgemeinde ein, sich dieser Erkenntnis zu stellen und Gottes Angebot der Vergebung anzunehmen. So könnten alle Menschen „Lichtgestalten sein, die vor Glück“ strahlen.

Im Gottesdienst eingeführt wurde Pfarrer Müller vom Trier Superintendenten. Pistorius wünschte dem neuen Pfarrer, dass er mit Schwung und guten Ideen und all dem Rüstzeug aus Studium, Vikariat und Probedienst in der neuen Pfarrstelle an die Arbeit gehen könne. Er wisse aber auch, dass der Pfarrdienst mit Lasten verbunden sei. Schließlich sei die zu verkündigende Botschaft Gottes ein Störfaktor in einer „Gesellschaft, die sehr selbstbewusst von sich, von den eigenen Möglichkeiten und Chancen überzeugt ist.“ Deswegen wünsche er Müller, dass er sich durch Gottes Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit stets ermutigt und begleitet fühle. Thilo Müller studierte in seiner Heimatstadt Wuppertal und in Bonn. Nach dem Studium verbrachte er seine Zeit als Vikar in Remscheid. Danach war er als Pfarrer zur Anstellung in Reiskirchen und Niederwetz tätig. Bevor er am 15. Juli 2006 auf die zweite Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Gerolstein – Jünkerath gewählt wurde, war er Pastor im Sonderdienst in Velbert. Seine Arbeitsschwerpunkt dort lag unter anderem im Bereich der „Evangelischen Kontaktstunde“.

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Auf dem Weg in die Zukunft

Abstimmungen auf der Kreissynode im Gemeindezentrum Christuskirche in Trier

Kreissynode tagte in Trier

 

Trier – Im Mittelpunkt der Verhandlungen der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Trier standen die von der rheinischen Landeskirche zur Diskussion gestellten Arbeitspapier zur presbyterial – synodalen Ordnung und zum Arbeits- und Dienstrecht. Anlass der Arbeitspapiere sind die durch den demografischen Wandel bedingten rückläufigen Kirchensteuereinnahmen und Mitgliederzahlen innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland. Bei der Tagung wurde von den rund 80 Delegierten aus den 24 Kirchengemeinden zwischen Eifel, Hunsrück, Mosel und unterer Saar der Grundsatz gewahrt, dass die Gemeindeebene auch künftig wichtigste Entscheidungsebene ist. Gleichzeitig öffnete sich die Synode aber den Vorschlägen für eine neue Verteilung der Leitungsaufgaben. 

 

„Die Kreissynode hat sehr konzentriert und an der Sache orientiert die landeskirchlichen Vorschläge diskutiert und ihnen im Grundsatz zugestimmt“, stellte Superintendent Christoph Pistorius fest. Er dankte für die auf Zukunft ausgerichteten Beratungen und die vielfältigen ergänzenden Vorschläge aus den Gemeinden. Zu Beginn der Beratungen wurde grundlegend über die Vorschläge der landeskirchlichen Arbeitsgruppen diskutiert. Anschließend wurde über die einzelnen Punkte beraten und abgestimmt.

 

Die Beschlüsse wurden meist mit großer Mehrheit gefasst. Die Kreissynode stimmte dem landeskirchlichen Vorschlag zu, dass es in Zukunft für Kirchengemeinden verbindliche Strukturkonzeptionen geben soll. Sie sollen in Abstimmung mit den gemeindlichen Konzeptionen erfolgen. Diese Prozesse müssen nach Ansicht der Kreissynode aber transparent gestaltet werden. Die Beteiligung der einzelnen Kirchengemeinde müsse aber sichergestellt bleiben. Die Strukturkonzeption beinhaltet auch den Zuschnitt von Gemeindegrenzen, sowie die Finanzierung von beruflich Mitarbeitenden. Ebenso soll die Organisation der Verwaltung in Zukunft Teil der Strukturkonzeptionen sein. Zu dem soll es nach Meinung der Kreissynode auch zu Veränderungen bei einer Pfarrwahl kommen. Wählt künftig eine Gemeinde einen Pfarrer oder eine Pfarrerin, soll sie durch den Vorstand des Kirchenkreises bei der Pfarrwahl stärker beraten werden.

 

Im Themenbereich Arbeits- und Dienstrecht geht es um Veränderungsprozesse für das gesamte Personalwesen der evangelischen Kirche im Rheinland. Hier wird eine stärkere Personalplanung diskutiert. Dazu gehören auch Fragen zum Besoldungsrecht sowie die Überlegung ob Pfarrer künftig den Kirchenkreisen als Anstellungsträger zugeordnet werden können. Dabei wurden viele Vorschläge aus den Gemeinden als Anregungen an die Landeskirche weitergegeben. Ausführlich wurde vor allem der zukünftige Zugang zum Pfarrdienst beraten. Gegen die landeskirchlichen Vorschläge sprach sich die Kreissynode dafür aus, den Zugang zum Pfarramt nicht nur für eine begrenzte Zahl an Theologinnen und Theologen offen zu halten.

Anlass für die Diskussion auf Kirchenkreisebene ist ein Auftrag der Landeskirche.

 

Die Evangelische Kirche im Rheinland hatte auf der Landessynode im Januar 2006 zwei Arbeitspapiere vorgestellt, die bis September Stellungsnahmen von den 43 Kirchenkreisen verlangt. Unter Berücksichtigung dieser Eingaben wird die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland im Januar 2007 ihre Beschlüsse über die Fortschreibung der Grundordnung sowie das zukünftige Dienstrecht fassen.

 

Die Grundordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland ist presbyterial-synodal. Die Leitungsorgane setzen sich aus gewählten Vertretern der Gemeinden und Kirchenkreise zusammen, die alle wichtigen Entscheidungen in ihren Parlamenten treffen. Presbyterien sind die Leitungsorgane der Kirchengemeinden. Diese entsenden ihre Vertreter in die Kreissynode, das Leitungsorgan des Kirchenkreises. Die Kreissynode entsendet wiederum Vertreter in das Leitungsorgan der Landeskirche, die Landessynode. Die Leitung der evangelischen Kirche baut sich von der Gemeindeebene her auf. Beschlüsse werden grundsätzlich gemeinschaftlich geschlossen. Zum Evangelischen Kirchenkreis Trier gehören rund 56.000 evangelische Christen im Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Trier.

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Neuer Prädikant in Prüm

Prädikant Dr. Reinhart Förster (2. v. r.)

Prädikant Dr. Reinhart Förster in Prüm ordiniert

 

Prüm - Der gelernte Ingenieur Dr. Reinhart Förster wurde am Sonntag, 25. Juni 2006 von Synodalassessor Dr. Jörg Weber zum Prädikanten ordiniert. Als ehrenamtlicher Prediger unterstützt er die Arbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Prüm in der nördlichen Eifel.

 

"Zu predigen heißt, konkret von den eigenen Erfahrungen mit Gott zu berichten", betonte Reinhart Förster in seiner Ordinationspredigt. Er wolle den Menschen in der Eifel die prophetische Kraft des Wortes Gottes in Ermahnung, Trost, Stärkung und Ermunterung nahe bringen, sagte er. Reinhart Förster wohnt seit gut fünf Jahren in Daleiden in der Nordeifel. Der Ort gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Prüm, die mit über 100 Städten und Dörfern die Gemeinde mit den meisten Ortschaften in Deutschland ist. Der Hobbymusiker, der mit dem Ensemble Eifelbaroque seiner Passion nachgeht, wurde nach einer zweijährigen Ausbildung zum Prädikanten ordiniert.

 

Ein Prediger habe vor allem die befreiende Botschaft von Jesus Christus den Menschen nahe zu bringen, hob Jörg Weber, stellvertretender Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier in seiner Ordinationsansprache hervor. "Recht verstanden, geht es genau darum in Kirche und Theologie. Um nichts anderes." Der Apostel Paulus habe mit Leidenschaft von der Befreiung der Menschen von den Gesetzmäßigkeiten dieser Welt, dem Ende der Trennung von Gott und dem Ende der Beziehungslosigkeit durch das befreiende Handeln Christi geschrieben. Ein solch leidenschaftlicher Einsatz zeichne auch Reinhart Förster aus. Mit dieser Leidenschaft möge er von Gottes Handeln in seinen Predigten erzählen, wünschte Weber.

 

Prädikanten arbeiten als ehrenamtlich tätige Predigthelfer und unterstützen damit den Dienst der Pfarrerinnen und Pfarrer in einer Kirchengemeinde. Sie gehen oder gingen ansonsten einem anderen Beruf nach. Sie halten Gottesdienste, teilen Sakramente aus und arbeiten als ehrenamtliche Seelsorger. Ordinierte Prädikanten werden bei der feierlichen Ordination auf das Wort Gottes und die Bekenntnisse der Kirche verpflichtet.

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50 Jahre Kirche Mariahütte

Mariahütte – Am10. Juni 2006 feierte die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch das 50-jährige Jubiläum ihrer Kirche in Nonnweiler-Mariahütte mit einem großen Gemeindefest. Mehr als 200 Menschen kamen zum Eröffnungsgottesdienst zusammen und erlebten einen Tag mit einem vielfältigen Unterhaltungsprogramm auf dem schönen Gelände der evangelischen Kirche Mariahütte.

 

"Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt..." lautete das Motto des Gottesdienstes zur Eröffnung des Gemeindefestes anlässlich des Kirchenjubiläums. "Einen Schirm brauchte man damals bei Grundsteinsteinlegung, denn es regte in Strömen, wie die Fotos von damals beweisen." So leitete Pfarrer Peter Sorg seine Festpredigt ein. Passend zum Motto hatte man nun als Gottesdienstraum einen aufgespannten Lastenfallschirm gewählt, der mehr als 200 Menschen Platz bot. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Kirchenchören Hermeskeil-Züsch und Schwalbach-Bous. Am Nachmittag gab der Musikverein Braunshausen Stücke aus seinem Repertoire zum Besten. Den ganzen Tag über gab es ein Programm für Kinder mir Spielen, Basteln und Malen.

 

Für viele Besucher bot der Tag auch noch mal Gelegenheit in Erinnerungen zu schwelgen: "Wir waren damals schon bei der Einweihung da und heute sind wir wieder mit der ganzen Familie da", konnte ein Besucher stolz berichten. Und anders als bei der Grundsteinlegung spielte dieses Mal auch das Wetter richtig mit.

Fotos vom Gemeindefest im Internet: www.ekhz.de

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Geistreiche Gemeinschaft

Impressionen vom Kreiskirchentag

Erster Kreiskirchentag im Evangelischen Kirchenkreis Trier war voller Erfolg

 

Über 1.300 Menschen aus allen Regionen des Evangelischen Kirchenkreises Trier feierten an einem strahlend schönen Pfingstsonntag miteinander den ersten Kirchentag auf dem Gelände des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Schweich. Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises und der Landeskirche hatten ein buntes Programm mit Musik, Workshops und vielen Angeboten für alle Generationen geboten. Die Predigt im Abschlussgottesdienst hielt die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Petra Bosse-Huber.

 

„Unser erster Kreiskirchentag war ein voller Erfolg. Wir haben ein begeisterndes Pfingstfest miteinander gefeiert“, zog Superintendent Christoph Pistorius Bilanz. „Die Veranstaltung war für unsere Gemeinden ein Volltreffer“, freute sich Pistorius, da die Erwartungen übertroffen worden seien. Die Vizepräses der rheinischen Landeskirche zeigte sich erfreut über die gelungene Premiere im flächengrößten Kirchenkreis des Rheinlands und bezeichnete den Kreiskirchentag an Pfingsten als ein „kirchliches Geburtstagsfest der besonderen Sorte“. „Hier in Schweich ist Pfingsten.“ In ihrer Predigt ging sie auf die Gedanken des Apostels Paulus zum Heiligen Geist ein. Bei Paulus lasse sich „Lebenskunst einüben, die nicht länger auf Konkurrenz, Überheblichkeit und Gewalt setzt“.

 

Stattdessen lasse sich „in Korinth damals ebenso wie im Kirchenkreis Trier heute im Beten und Bibellesen ein neuer pfingstliche Lebensstil einüben.“ Diese Lebenskunst habe eine nachhaltige Alltagsdimension. Sie zeige sich in der evangelischen Kirche, „wenn sie dem Heiligen Geist, seiner Leidenschaft und Kreativität Raum gib anstatt ihn ängstlich zu verdächtigen oder gar zu vergessen.“ Pfingsten geschehe in Gemeinschaft, Gebet und einer ansteckenden Pfingstfreude, die die Welt verändern könne. Gott verschenke sich im Geist verschwenderisch an die Christen. Weihbischof Leo Schwarz überbrachte im Gottesdienst die Grüße des Bistums Trier. Er beglückwünschte den Kirchenkreis Trier zu seinem Kreiskirchentag. An Pfingsten würden „unsere Begabungen von Gott erweitert.“ Gott habe unsere Grenzen überschritten. Mit seinem Geist bereichere er immer mehr das Miteinander der Konfessionen.

 

Zu Beginn des Kreiskirchentags feierten rund 450 Menschen gemeinsam die Eröffnungsandacht. In Workshops für Männer, Führungen durch das Gymnasium, meditativen Angeboten und musikalischen Projektchören konnten die Besucher bis zum Mittagessen ein reichhaltiges Programm wahrnehmen. Auf der Bühne spielten die „Gospel Voices Trier“, der Chor „15 past 7“ und die Jugendband „Salted“. Kinder und Jugendliche freuten sich den ganzen Tag über beim Schminken, im Erzählzelt, im Literaturcafé oder an der Kletterwand. Auch der Markt der Möglichkeiten zog die Besucherinnen und Besucher mit Informationen über Frauenhilfe, Diakonie, Männerarbeit oder Einrichtungen wie Evangelisches Elisabeth-Krankenhaus und Bonhoeffer-Gymnasium an. Von Fördervereinen über die Vereinigten Evangelischen Mission und den Gemeindedienst für Mission und Ökumene bis hin zur Stadtmission und der Hospizinitiative waren viele Gruppen vertreten.

 

Superintendent Christoph Pistorius und das Vorbereitungsteam des Kreiskirchentags zogen eine überaus positive Bilanz der Veranstaltung. „Vom Wetter über die guten Gespräche, die ausgelassene Stimmung bis hin zu der begeisternden Gemeinschaft unseres Kirchenkreises stimmte an diesem Tag alles. Wir sind glücklich und zufrieden“, betonte Pistorius zum Abschluss und dankte den vielen Mitarbeitenden, ohne die dieses Fest nicht zustande gekommen sei.

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Spitzen Spektakel

Neue Kirchturmspitze in Saarburg

 

Saarburg - Der Kirchturm der Evangelischen Kirche in Saarburg hat eine neue Spitze. In einer aufwändigen Aktion wurde am 19. Mai 2006 die neue Spitze auf den Kirchturm aufgesetzt. Viele Saarburger Bürger waren gekommen, um das Spektakel aus nächster Nähe zu erleben.

 

„Das ist eine einmalige Aktion in unserer Stadt. So etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen“, freute sich Pfarrerin Elke Füllmann-Ostertag über das rege Interesse. Mehrere Tieflader und ein großer Kran waren notwendig, um die Kirchturmspitze in drei Abschnitten auf den Turm zu heben. Die Evangelische Kirche steht in geographisch exponierter Lage genau oberhalb des Altstadttunnels in Saarburg. Von der Straße vor dem Tunnel aus wurden die Arbeiten ausgeführt.

 

Zuerst platzierte der Kran die neue Plattform für die Kirchturmspitze auf dem Steinkranz des Kirchturms. In der zweiten, weit spektakuläreren Phase wurde das Mittelstück der Kirchturmspitze auf die Plattform aufgesetzt. Zum Schluss wurde dann das oberste Stück der Spitze hinausgehoben. Mehrere Tage war die evangelische Kirche in Saarburg „oben ohne“ zu sehen. Die alte Spitze wurde abgetragen und ein imposantes Gerüst zierte den Turm. Morsches Holz und Schädlingsbefall waren die Ursache für die Sanierung des Kirchturms.

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Mehr drin!

Guido Hepke, Birgit Bach und Thomas Luxa stellen Plakat und Ausstellungstafeln vor

Evangelische Kirchengemeinde Trier feiert Doppeljubiläum

 

Trier - Die Evangelische Kirchengemeinde Trier feiert in diesem Jahr das 150-jährige Jubiläum der Konstantin-Basilika als Evangelische Kirche und das 50-jährige Jubiläum des Wiederaufbaus der Basilika nach dem Krieg. In einer Pressekonfenrenz stellte die Kirchengemeinde ihr umfangreiches Festprogramm vor, das vom 3. September bis 3. Oktober dauert. Die zahlreichen Gottesdienste und Veranstaltungen rund um das Jubiläum stehen unter dem Motto „Mehr drin!“.

 

„Gerade in seiner jetzigen steinsichtigen Gestalt macht die Basilika sichtbar: in ihr steckt ‚Mehr drin!’“, ging Pfarrer Guido Hepke auf das Motto der Jubiläumsfeierlichkeiten ein. Das Leitwort mache darauf aufmerksam, dass die Basilika nicht nur Kirche sei. Sie strahle auch in Region und Land hinein. Die Basilika sei zudem Heimat musikalischer Verkündigung. „Seit einigen Jahren finden in ihr Ausstellungen statt, die als eine moderne Form der Verkündigung dienen“, betonte Hepke. Das Jubiläumsprogramm beginnt mit einem Festgottesdienst am 3. September 2006 um 10 Uhr mit anschließendem Festakt. Die Predigt hält Präses Nikolaus Schneider. Im Festakt werden zur Erinnerung an die im Krieg zerstörte Kirchenausstattung die so genannten „Kaupert-Köpfe“ enthüllt. Dabei handelt es sich um die restaurierten Überreste überlebensgroßer Figuren von Christus und den Evangelisten, die sich in den Apsis-Nischen der Basilika befanden.

 

Am 9. September findet ein Kirchenkabarett mit Okko Herlyn statt, der durch seine Auftritte beim Deutschen Evangelischen Kirchentag bekannt ist. Der 10. September steht ganz im Zeichen des Tags des offenen Denkmales: Nach einem Gottesdienst, der sich mit der Geschichte der Basilika beschäftigt, werden Führungen durch Kirche und Ausgrabungsstätte angeboten. Der Tag wird mit einem Konzert der Mainzer Dombläser beschlossen. Am 17. September findet das große Gemeindefest in und um die Basilika statt. Ein Orgelkonzert am 24. September mit dem New Yorker Konzertorganisten David Briggs setzt einen besonderen musikalischen Akzent. Am 3. Oktober beschließt das "Deutsche Requiem" von Johannes Brahms, aufgeführt vom Trierer Bachchor, Trierer Domchor und der Staatsphilharmonie

Koblenz, das Festprogramm.

 

Die Konstantin-Basilika hatte eine wechselhafte Geschichte: Nachdem das Gebäude 100 Jahre lang die Macht des Imperium Romanum repräsentierte, wurde es als Ruine zum Symbol für den Untergang des römischen Reichs. Die Ruine wurde zu einer Burganlage umgebaut, bevor große Gebäudeteile dem Umbau zum kürfürstlichen Schloss weichen mussten. Erst der Aufbau der Evangelischen Kirche zum Erlöser auf den römischen Fundamenten und unter Einbezug des noch vorhandenen Mauerwerks ließ ein Gebäude entstehen, das vergangene römische Größe erahnen lässt. In einer eigens entwickelten Ausstellung wird die wechselhafte Geschichte des Bauwerkes während der Festwochen nachgezeichnet. Etwa zwei Millionen Touristen besuchen jährlich die Basilika.

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Genießen und Feiern

Wohltätgkeitsessen im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium

 

Schweich – Begeistert applaudierten die rund 80 Gäste den Köchen und Bedienungen nach einen kulinarischen Abend im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Das erste Wohltätigkeitsessen war in den Augen der Anwesenden ein voller Erfolg, der auf Wiederholung angelegt ist. Der Erlös des Abends kommt den Sport- und Spielanlagen des evangelischen Ganztagsgymnasiums in Schweich zu Gute.

 

„Da wir noch einige Jahre ohne Abiturfeier auskommen müssen, ist das eine gute Gelegenheit, jetzt schon miteinander zu feiern“, begrüßte Schulleiter Heinrich Bentemann die Gäste aus Kirche, Kommunalpolitik und Elternschaft im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zum Wohltätigkeitsessen. Ein Fünf-Gänge-Menü und erlesene Weine warteten auf die gespannten Gäste. Vom Paprikamousse an Bärlauchsauce über einen Petersiliencappucino, Bachsaibling, Schweinefiletvariationen hin zum krönenden Abschluss verschiedener Desserts wurde ein hervorragendes Menü geboten. Mitglieder des Vereins der Köche Trier e. V. hatten ihr Können kostenlos für den guten Zweck unter Beweis gestellt. Befreundete Winzer der Schule spendeten die erlesenen Weine. Bedient wurden die Gäste von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums. Die Gäste waren sich einig: Es war ein gelungener kulinarischer Abend. Stehender Applaus für Köche, Winzer und Schüler gab es am Ende der Veranstaltung.

 

Die Schulstiftung hatte erstmals zu diesem Wohltätigkeitsessen eingeladen. „Die Idee entstand in der Sponsoring-Gruppe des Gymnasiums, die mit besonderen Veranstaltungen das Gymnasium finanziell unterstützen will“, erzählt Pfarrer Paul Krachen, Geschäftsführer der Stiftung. Das gemeinsame Ziel liege darin, finanzielle Mittel aufzubringen, um Spiel- und Sportmöglichkeiten an der Ganztagsschule auszubauen. Man hoffe, im Herbst eine Neuauflage des kulinarischen Genusses auflegen zu können.

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Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust

Mit einem Gottesdienst wurde am vergangenen Sonntag (7.Mai) in der Konstantin-Basilika eine Ausstellung über den „Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust“ eröffnet. Bis zum 25. Juni werden die bewegenden Bild- und Textdokumente noch in der Evangelischen Kirche zu sehen sein (Mo – Sa: 10-18 Uhr; So: 12-18 Uhr). Konzipiert wurde die Ausstellung von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem.

 

„Die Ausstellung versucht, unendliches Leid und kaum fassbare Verbrechen aus der Namenlosigkeit herauszuheben“, betonte Pfarrer Guido Hepke in seiner Predigt. Es gehe darum, den Menschen zu erkennen, auch inmitten von Verfolgung und unglaublicher Verbrechen. Der Theologe erinnerte an Jesus, der selbstverständlich und konsequent sich anderen zugewandt habe: „Menschlichkeit ist das Gebot. Und Solidarität, sie ist immer konkret.“

In einem Grußwort lenkte Benz Botmann, der Vorsteher der jüdischen Kultusgemeinde in Trier, den Blick auf die Gesichter der Kinder. Keines lächelt auf den Bildern. Das fehlende Lachen mache sichtbar, was den Kindern angetan worden sei. „Am Umgang mit den Kindern, mit den Schwachen, werde sichtbar, wie es um eine Gesellschaft bestellt sei“, so Botmann. Gerade in ihrer Zuspitzung auf die Situation jüdischer Kinder dokumentiere die Ausstellung die Schrecken der Shoah.

 

Dr. Marianne Bühler vom Emil-Frank-Institut ergänzte in einem Vortrag die Dokumentation der Ausstellung. Mit Zeitzeugenberichten beschrieb sie die immer weitergehende Bedrohung jüdischer Familien durch den Nationalsozialismus und mahnte zu einer Beschäftigung mit dem Thema: „Denn die Geschichte der Kinder des Holocaust ist nicht vorbei. In den Erinnerungen, Gefühlen und Träumen der Überlebenden ist sie gegenwärtig, und für viele war es eine Befreiung, ihre Geschichte aufzuschreiben oder sie anderen zu erzählen.“

 

Gottesdienst und Eröffnung wurden musikalisch durch den Kinderchor der jüdischen Kultusgemeinde begleitet. An der Orgel saß Kantor Martin Bambauer, unterstützt von Karin Steckel, Klarinette. Begleitet wird die Ausstellung von weiteren Veranstaltungen in der Konstantin-Basilika. Sie wurden von der Evangelischen Kirchengmeinde Trier gemeinsam mit der Trierer Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit entwickelt.

 

Am Sonntag, 21. Mai bietet Dr. Marianne Bühler einen besonderen Stadtrundgang an: „Begegnung mit Lebensgeschichten an den Orten jüdischen Lebens in unserer Stadt“. Treffpunkt ist der Schriftentisch in der Basilika.

 

Am Mittwoch, 7. Juni ist ein literarisch-musikalischer Abend geplant. Pfarrer Johannes Metzdorf-Schmithüsen liest aus dem „Roman eines Schicksallosen“ von Imre Kertesz. Musikalische Gestaltung: Daniel Scharfenberger.

 

Am 21. Juni will der Arbeitskreis Friedensgebet in einem Ökumenischen Friedensgebet „Des Vergangenen gedenken…“ Gerd Demerath und sein Team singen hebräische und jiddische Lieder.

 

An jedem Mittwoch (9-13 Uhr) bieten Brigitte Justen und Willi Körtels für Schulklassen und Gruppen Führungen durch die Ausstellung an (je 45 min; Anmeldung: Evang. Gemeindebüro, Tel. 20900-0). Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Begleitveranstaltungen ist frei.

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Wissen schützt

Die Ökumenische Beratungsstelle für Flüchtlinge des Diakonischen Werks des Evangelischen Kirchenkreises Trier und des Cariatsverbandes der Region Trier baut ihre Arbeit aus. Dazu hat der Europäische Flüchtlingsfond jetzt zusätzliche finanzielle Mittel bewilligt. In Kooperation mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Trier-Saarburg gibt es erstmalig die Möglichkeit einer präventiven Gesundheitsberatung. Für diese Arbeit konnte die Aids-Beauftrage des Gesundheitsamtes, Dr. Barbara Detering-Hübner, gewonnen werden.

 

„Häufig gab es Berührungsängste zwischen den Asylsuchenden und den vielen Beratungsstellen, auch aufgrund von sprachlichen Problemen. Hinzu kommt noch, dass ansteckende Krankheiten ein Tabuthema sind. Diese Berührungsängste wollen wir abbauen“, betont Elke Hermes von der Ökumenischen Beratungsstelle für Flüchtlinge in Trier. Die Betroffenen sollten nicht nur über Aids und andere sexuell übertragbaren Krankheiten informiert werden, sondern auch Wege kennenlernen, wie sie sich und ihre Familien schützen können. Dazu gehöre auch, dass Dolmetscher und ehrenamtlich Mitarbeitende der Ökumenischen Beratungsstelle sowie auch Mitarbeiter anderer beteiligten Behörden und Institutionen geschult werden. Künftig soll so der Kontakt zwischen Asylbegehrenden und der Beratungsstelle verstärkt werden.

 

Neben der gesundheitlichen Prävention werde gleichzeitig das Angebot für traumatisierte Flüchtlinge ausgeweitet. Unter den Asylsuchenden gebe es zunehmend Flüchtlinge, die aufgrund von Kriegs-, Folter und Gewalterlebnissen stark traumatisiert sind, erklären die in der Beratungsstelle tätigen Dipl.-Psychologinnen Katja Riha und Anne Bonse-Koch. Die bisherige Arbeit habe gezeigt, dass für die Asylbegehrenden in der Erstaufnahmeeinrichtung sowie für die Flüchtlinge in der Region Trier und dem westlichen Rheinland-Pfalz eine psychosoziale und therapeutische Unterversorgung besteht.

 

Durch die vom Europäischen Flüchtlingsfonds geförderten speziellen Hilfen für traumatisierte Flüchtlinge konnte die Versorgung verbessert werden.„Verlassen die Asylbegehrenden die Erstaufnahmeeinrichtung, dann können wir bereits den nächsten Schritt begleiten und so die richtige Unterstüzung vor Ort organisieren“, erläutert Elke Hermes. Dazu wurden Sie und ihre Mitarbeiterinnen durch eine Zusatzausbildung in Psychotraumatologie, Traumabehandlung und Traumaberatung besonders ausgebildet. Die positiven Auswirkungen dieser Arbeit seien nicht nur auf den Raum Trier beschränkt, sagt Hermes.

 

Da von der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende die Weiterverteilung auf die Kommunen im ganzen Land erfolge, komme die Arbeit ganz Rheinland-Pfalz zu gute. Die Beratungsstelle des Diakonischen Werks des Evangelischen Kirchenkreises Trier und des Caritasverbands der Region Trier setzt sich seit 1993 für Flüchtlinge ein. Seit 1998 arbeitet die Beratungsstelle in ökumenischer Kooperation.

Weitere Informationen bei Elke Hermes, Tel.: 0651-9910602.

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Vom offenen Himmel erzählen

Evangelischer Kichenkreis Trier feiert ersten Kreiskirchentag

 

Unter dem Motto „Vom offenen Himmel erzählen – beGeistern – beWegen – zuMuten“ feiert der Evangelischen Kirchenkreis Trier am Pfingstsonntag, 4. Juni 2006 seinen ersten Kreiskirchentag auf dem Gelände des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Schweich.

 

„Es soll ein Fest der Begegnung und des Glaubens werden. Gemeinsam wollen wir von unserem Glauben erzählen, der uns begeistert, bewegt und Mut zuspricht“, hebt Christoph Pistorius, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier hervor. Dazu passe Pfingsten, denn kein anderes Fest habe mehr mit Begeisterung und Bewegung zu tun. Für diesen Tag haben die 24 Kirchengemeinden des Kirchenkreises passend zum Motto ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen zusammengestellt. Der Tag beginnt mit einer gemeinsamen Andacht um 10 Uhr und endet um 16 Uhr mit einem großen Abschlussgottesdienst. Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hält die Predigt.

 

Tagsüber gibt es die Möglichkeit, verschiedene Workshops zu besuchen. Das Angebot reicht von einem Literaturcafe für Jugendliche über das Kindermusical Jona bis hin zu Moderner Chormusik. Verschiedene Musikgruppen, Posaunenchöre und Bands sorgen für das musikalische Programm am Tag. Auf dem Markt der Möglichkeiten stellen verschiedene regionale und überregionale Gruppen aus dem Raum der Kirche sich und ihre Arbeit vor. „Gemeinsam wollen wir so die Vielfalt unseres Glaubens erleben. Wir freuen uns, wenn Menschen aus allen Konfessionen kommen, um mit uns zu feiern“, freut sich Pistorius.

 

Die Idee zum ersten Kreiskirchentag im Evangelischen Kirchenkreis Trier sei im Zuge der Leitbildentwicklung im letzen Jahr enstanden, erläutert der Trierer Superintendent. „In unserem Leitbild steht: Gemeinsam sind wir stark! Unsere Gemeinschaft stärken wir, indem wir miteinander feiern. Christen und Christinnen aus den verschiedensten Kirchengemeinden kommen miteinander ins Gespräch, und das tut gut“, so Pistorius. Der Evangelische Kirchenkreis Trier umfasst mit seinen 24 Kirchengemeinden fast die Grenzen des alten Regierungsbezirkes Trier. Damit ist er der flächengrößten Kirchenkreis innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland. Auf fast 5.000 Quadratkilometern wohnen rund 56.000 Evangelische. Weitere Informationen zum Kreiskirchentag unter: www.kreiskirchentag2006.de.

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Lesen macht Freude

Büchereimitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Daun bei ihrer Präsentation

Regionaltagung der Büchereifachstelle

 

Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus evangelischen Büchereien haben sich vergangenen Samstag in Gerolstein in einem Seminar mit Öffentlichkeitsarbeit für ihre Büchereien beschäftigt. Thema war die Frage „Wie präsentiere ich meine Bücherei in Leitungsgremien oder bei Sponsoren, wenn die finanziellen Mittel knapper werden?“ Veranstaltet und geleitet wurde die Regionaltagung von Helga Schwarze aus der Büchereifachstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf.

 

„Auf ihrem Platz finden Sie ein Gedicht, um ein Drittel gekürzt. Wenn wir in Zukunft weniger Mittel zur Verfügung haben, müssen wir eben auch am Text sparen!“ Mit diesem originellen Einstieg würde in einer Kirchengemeinde auf die Folgen drohender Einsparungen im Büchereiwesen aufmerksam gemacht werden. Die Seminarteilnehmer aus der Eifel, dem Westerwald und dem Hunsrück erarbeiteten auf ihrer Regionaltagung in Gerolstein mehrere kreative Vorschläge, wie mit einem drohenden allgemeinen Sparzwang in Zukunft umgegangen werden könnte. „Sie müssen Ihre Ziele klar definieren“, machte Jörg Weber, Öffentlichkeitsreferent des Evangelischen Kirchenkreises Trier und Referent des Seminars deutlich. Nachdem man sich über die Ziele klar geworden sei, müsse der passende Einstieg gefunden werden. „Wenn ich die Herzen der Menschen erreichen will, muss ich Emotionen wecken“, verdeutlichte er. Daran orientiere sich der jeweilige Einstieg einer Präsentation. Das zeige auch die Werbung sehr deutlich. „Lesen macht Freude. Das müssen Sie rüberbringen“, betonte Weber.

 

Ein Wechsel von Gruppenarbeit und Gesprächen in großer Runde prägte die Veranstaltung. Hinweise zur Planung und Durchführung einer Präsentation der Büchereiarbeit in Leitungsgremien wurden vorgestellt. Auch rhetorische und planerische Gesichtspunkte bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die Hand. In Gruppenarbeit wurden dann eigene Kurzpräsentationen entwickelt. Die anschließende „Generalprobe“ vor den anderen Teilnehmenden eröffnete die Möglichkeit, eine zukünftige Präsentation einmal ansatzweise auszuprobieren. In einer weiteren Gruppenphase wurde über Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Gemeindegruppen, Kommunen oder Vereinen nachgedacht. „Wir werden verstärkt auf Vernetzung  und Kooperation setzen müssen“, betonte Weber. Zum Abschluss der Tagung stelle Helga Schwarze Bücher zu Dietrich Bonhoeffer vor, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.

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Bibel-Mobil

Interessierte hatten die Möglichkeit, sich über das Buch der Bücher zu informieren. Im Bibelbus konnte eine Bibelausstellung besichtigt werden. Im Oberdeck wurden Bibel-Videos gezeigt. Außerdem konnte man Bibeln kaufen oder mit dem Team des Bibelmobils ins Gespräch über das meistverkaufte Buch der Welt kommen. Besonders Schulklassen waren angesprochen, sich über das Buch der Bücher näher zu informieren. Die Aktion Bibel-Mobil wird getragen von der Evangelischen Haupt-Bibelgesellschaft Berlin in katholisch-evangelischer Zusammenarbeit. Weitere Informationen unter, schulreferat@ekkt.de.

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Ruhende Reben retten

Insgesamt 23 weinbaubegeisterte Schüler, Eltern und Lehrer vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) in Schweich haben am vergangenen Wochenende in Leiwen einen aufgelassenen Weinberg rekultiviert. Mit dem Projekt will das DBG nicht nur Traubensaft zum Eigenbedarf ernten, sondern auch pädagogische Arbeit leisten.

 

„Ein paar erfahrene Winzer haben geholfen und uns in die Arbeit im Weinberg eingeführt“, erzählt Pfarrer Paul Krachen, Geschäftsführer der Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung Trier. Die Stiftung ist Träger des evangelischen Ganztagsgymnasiums in Schweich. Zuerst nahmen die Winzer den ersten Schnitt vor. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer folgten mit dem Ausputzen und Säubern der überwachsenen Pflanzen. „Trotz kühlem Wetter und kurzem Regen kamen wir gut voran“, freut sich Krachen. „Alle waren erstaunt über den schnellen Fortgang der Arbeiten.“ Ein ungefähr 1.800 Quadratmeter großer Weinberg oberhalb von Leiwen an der Mosel wurde so vor der Verrottung bewahrt. Nach einem deftigen Mittagessen in einem Winzerbetrieb wurde noch ein zweites Weinfeld mit Rieslingtrauben bearbeitet.

 

„Das kann für unsere Schule ein interessanter und lehrreicher Lernort werden“, schlägt Krachen den Bogen zu einem pädagogischen Konzept. So soll in absehbarer Zeit das Weinberg-Projekt auch in den Schulunterricht einfließen. Fächerübergreifend könnten viele Fachbereiche wie Biologie, Erdkunde, Geschichte, Kunst und sogar Religion zusammenarbeiten, findet Krachen. „Vielleicht werden wir sogar einen Schulwein kreieren“, hofft er. „Die Stimmung war gut“, resümiert Krachen den ersten Einsatz im Weinberg. „In Kürze steht für das alte Weinfeld ein weiterer Arbeitsgang an mit Spannen der Drähte und Erneuerung der Pfähle“, weist er auf den Fortgang des ungewöhnlichen Schulprojekts hin.

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Weltgebetstag

Der Weltgebetstag am 3. März 2006 wurde in Wittlich von Frauen der drei Kirchengemeinden Sankt Markus, Sankt Bernhard sowie der evangelischen Kirchengemeinde in ökumenischer Weise gefeiert. Nach einer Informationsveranstaltung am Nachmittag fand ein Gottesdienst statt. 30 Frauen aus 15 verschiedenen Konfessionen Südafrikas hatten die Gebetsordnung für den Weltgebetstag 2006 erarbeitet. Seit mehr als zehn Jahren finden im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Wittlich halbtägige Multiplikatorenwerkstätten statt. Zu den drei angebotenen Veranstaltungen, am 13., 14. und 16. Januar kamen mehr als 100 interessierte Frauen von Trier bis Zell, von Gillenfeld in der Eifel bis in den Hunsrück, die in ihren Gemeinden den Weltgebetstag in Gottesdiensten und Informationsveranstaltungen vorbereiten und leiten.

 

Das Multiplikatorenteam besteht aus neun evangelischen und katholischen Frauen, die sich ihrerseits in Werkstatttagungen in Nümbrecht und Trier intensiv vorbereitet haben. Teilweise wurde es eng im evgl. Gemeindehaus in Wittlich. Jeweils 4 Stunden galt es, den interessierten Besucherinnen Südafrika mit allen Sinnen näher zu bringen. Neben der schönen Landschaft und den interessanten Menschen, ihrer Musik und Tänzen, typischen Speisen und Getränken rückten bei der Betrachtung der Geschichte die Wunden der viele jahrzehntelang andauernden Apartheidspolitik und die AIDS-Krankheit in den Blick. Als ein Zeichen der Gnade Gottes sehen es die Südafrikanerinnen, die Zeit nach der Apartheid. Diese war neben der Aidsproblematik ebenso Thema von angebotenen Gruppenarbeiten wie die intensive Beschäftigung mit den Bibelstellen, wie sie in der Weltgebetstagsordnung ausgewählt sind und die Darstellung der Weltgebetstagskarte „Zeichen der Zeit“.

 

Die 4-stündige Veranstaltung schloss mit Anregungen und Umsetzung zur Gottesdienstgestaltung, die natürlich alle vorgegebenen Lieder einbezog. Trotz vieler bedrückender Erkenntnisse hat das faszinierende Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents auch uns – das Multiplikatorenteam – in seinen Bann gezogen. So wie die Frauen Südafrikas – im Zeichen der Liebe Jesu Christi – die Entmachtung der alten Zeit bekennen, hoffen wir, dass der Weltgebetstag Christinnen und Christen weltweit verbinden möge im Gebet um Versöhnung und Heilung.

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"Heilsam in Bewegung kommen"

Trier – „Ich wünsche der Aktion ’AutoFasten’ alles Gute." Das hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck am 1. März in Trier bei einem Abstecher bei der Eröffnung der Aktion „AutoFasten 2006" gesagt. Vom 12. März bis zum 12. April sind Autofahrerinnen und Autofahrer eingeladen, ihr Auto möglichst oft stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren. Durch die vierwöchige Aktion soll mehr Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Schöpfung entstehen. Zu der Aktion laden die Bistümer Trier, Mainz und Limburg zum neunten Mal gemeinsam mit den Evangelischen Kirchen im Rheinland, in der Pfalz und in Hessen-Nassau ein. Auch in Luxemburg, Liechtenstein und Österreich gibt es Autofasten. Unterstützung kommt von den Landesregierungen des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz, von der Regierung des Großherzogtums Luxemburg, von Verkehrsunternehmen, Fahrradverleihern und Car-Sharing-Unternehmen. In den vergangenen Jahren haben über 7.000 Menschen am AutoFasten teilgenommen.

In Stadt und Region Trier beteiligen sich der Verkehrsverbund Region Trier (VRT), die Zweiradwerkstatt des Bürgerservice und der Car-Sharing Verein Car-Share. Um das Autofasten zu erleichtern, stellen die Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen insgesamt 800 Zwei-Wochen-Tickets zur Verfügung. Der VRT beteiligt sich, wie VRT-Geschäftsführerin Veronika Zänglein bei der Eröffnung erläuterte, mit 200 Tickets. Diese berechtigen dazu, 14 Tage lang kostenlos alle Bus- und Bahnangebote im VRT-Gebiet zu nutzen. Die Zweiradwerkstatt des Bürgerservice stellt den Besitzern des Autofasten-Tickets kostenlos Leihräder zur Verfügung. Auch bietet sie für den Zeitraum des Autofastens allen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern einen kostenlosen ’Fahrrad-TüV/Sicherheitscheck’ an. Bei Car Share zahlen Neumitglieder während der Aktion nur die halbe Aufnahmegebühr.

Nach Angaben der Veranstalter hatten sich bis zum 28. Februar bereits über 1.000 Frauen und Männer für das Autofasten angemeldet, 350 alleine aus der Region Trier. Bei der Eröffnung sagte der Trierer Weihbischof Leo Schwarz, dass die Fastenzeit für Christen eine Orientierungszeit sei: „Sie ist eine Zeit, in der wir neue Erfahrungen sammeln und neue Verhaltensweisen einüben können." Autofasten sei eine zeitgemäße Form, die Fastenzeit zu gestalten. Der Weihbischof wies darauf hin, dass der Klimawandel ein aktuelles Problem sei, für das auch das Mobilitätsverhalten der Menschen in den hochentwickelten Ländern verantwortlich sei. „Die Hauptlast des Klimawandels werden dagegen die Ärmeren der Welt tragen, obwohl sie für die Verursachung dieses Problems praktisch keine Verantwortung tragen. Wir Christen sind aufgefordert, uns dieser ethischen Herausforderung zu stellen", sagte er. Die Aktion Autofasten sei einer von vielen notwendigen kleinen Schritten „des Loslösens, des Verzichts und der Veränderung", der es möglich mache, ein Stück globale Verantwortung für das Wohlbefinden aller Menschen im eigenen Alltag zu leben. Auch Superintendent Christoph Pistorius betonte bei der Eröffnung, dass „der hemmungslose Verbrauch unserer eigenen Lebensgrundlage" nicht ungebrochen so fortgeführt werden könne: „Nachhaltigkeit wird von immer mehr Menschen als Handlungskategorie eingefordert." Die Erfahrungen mit dem Autofasten zeigten, dass für einen Großteil der Autofaster „auch über die Fastenzeit hinaus eine nachhaltige Wirkung zu verzeichnen ist."

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Neue Leiterin in der Kindertagesstätte in Mülheim

v.l.: Inge Drodtloff und Hildegard Ody

25 Jahre war Frau Inge Drodtloff als Erzieherin, davon 20 Jahre als Leiterin, in der Ev. Kindertagesstätte Mülheim (Mosel) tätig. Am 12.2.2006 wurde sie nach Vollendung ihres 60. Lebensjahres in der vollbesetzten Mülheimer Kirche von Pfarrer Thomas Berke aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Die Kindergartenkinder gestalteten den Gottesdienst mit vielen Liedern und packten ihr für den Weg in den Ruhestand einen Rucksack. Im gleichen Gottesdienst wurde auch ihre Nachfolgerin, Frau Hildegard Ody, in ihren Dienst als Leiterin eingeführt. Frau Ody ist 51 Jahre alt, wohnt in Trier und leitete zuletzt die integrative Kindertagesstätte "Leuchtturm" in Trier-Nord. Beim anschließenden Empfang dankten die Vertreter von Orts- und Verbandsgemeinde, Grundschule, Elternbeirat und Kirchenkreis Frau Drodtloff für ihren Einsatz und begrüßten Frau Ody als neue Leiterin.

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Kreissynodalvorstand wieder vollzählig

Peter Winter, Georg-Friedrich Lütticken, Margret Barz, Christoph Pistorius (v.l.n.r.)

Neue Mitglieder des Kreissynodalvorstands des Kirchenkreises Trier eingeführt

 

Der Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Trier ist seit dem Wochenende wieder vollzählig. In der evangelischen Kirche in Thalfang wurden die neuen Mitglieder des Leitungsorgans von Superintendent Christoph Pistorius in einem feierlichen Gottesdienst eingeführt. Neuer Skriba ist der Schaurener Pfarrer Peter Winter.

 

„Die Synode hat kluge Menschen gewählt. Sie traut euch zu, den Kirchenkreis zu leiten und zu repräsentieren, Entscheidungen zu treffen“, hob Superintendent Pistorius in seiner Predigt zur Einführung der neuen Mitglieder des Kreissynodalvorstands hervor. Peter Winter aus Schauren ist nun Schriftführer des Kreissynodalvorstands, Margret Barz aus Konz Synodalälteste für die Region Trier. Ihr Stellvertreter wurde Georg-Friedrich Lütticken aus Trier. Die neuen Mitglieder seien starke Persönlichkeiten. Sie wüssten, dass geschwisterliche Begleitung und gemeinsame Leitung einander nicht ausschließen würden, betonte Pistorius. Sie seien zudem reich an Erfahrung in und mit der Kirche. Allerdings mache die Bibel deutlich: „Nicht Weisheit, Stärke oder Reichtum machen die Klugheit aus, sondern das, was Gott tut: Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit.“ Der Trierer Superintendent warte damit vor Überheblichkeit und einer Lebenshaltung in Gesellschaft und Kirche, die sich über wohlgesetzte Grenzen überhebe. In der Leitung des Kirchenkreises und der Gemeinden gelte es, die am eigenen Leben erfahrene Zuwendung Gottes auf andere Menschen ausstrahlen zu lassen. „So möge Gott ihren und unseren gemeinsamen Dienst in der Leitung segnen“, wünschte Pistorius. Der Gottesdienst wurde liturgisch gestaltet von Winfrid Krause und Florian Brödner, den beiden Pfarrern der Evangelischen Kirchengemeinde Thalfang-Morbach.

 

„Gerne habe ich mich bereit erklärt, in der Leitung des Kirchenkreises Trier mitzuarbeiten und diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen“, sagte Peter Winter, neuer Skriba des Kirchenkreises. Der Schaurener Pfarrer war erst im September vergangenen Jahres in die Pfarrstelle der Hunsrückgemeinde Schauren-Kempfeld-Bruchweiler eingeführt worden. Nun gehört der 35-jährige Theologe als Skriba und zweiter Stellvertreter des Superintendenten der Leitung des Kirchenkreises Trier an. Hauptaufgabe des Schriftführers ist die Abfassung der Protokolle der Sitzungen von Kreissynodalvorstand und Kreissynode.

 

Der Kreissynodalvorstand ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises. Im Auftrag der Kreissynode sorgt der Vorstand für die Ausführung der Beschlüsse. Der Superintendent steht an der Spitze des Vorstands. Der neunköpfige Kreissynodalvorstand besteht aus drei Theologen und sechs ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie und ihre Stellvertreter werden aus den Reihen der Abgeordneten der Kreissynode für jeweils acht Jahre gewählt. Die neuen Mitglieder des Kreissynodalvorstands des Evangelischen Kirchenkreises Trier wurden im November letzten Jahres auf der Kreissynode in Oberkirn gewählt. Zum Kirchenkreis Trier gehören 56.000 evangelische Christen auf dem Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Trier zwischen Mosel, Saar, Eifel und Hunsrück.

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Neue Leiterin in der Kindertagesstätte in Mülheim

25 Jahre war Frau Inge Drodtloff als Erzieherin, davon 20 Jahre als Leiterin, in der Ev. Kindertagesstätte Mülheim (Mosel) tätig. Am 12.2.2006 wurde sie nach Vollendung ihres 60. Lebensjahres in der vollbesetzten Mülheimer Kirche von Pfarrer Thomas Berke aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Die Kindergartenkinder gestalteten den Gottesdienst mit vielen Liedern und packten ihr für den Weg in den Ruhestand einen Rucksack.

Im gleichen Gottesdienst wurde auch ihre Nachfolgerin, Frau Hildegard Ody, in ihren Dienst als Leiterin eingeführt. Frau Ody ist 51 Jahre alt, wohnt in Trier und leitete zuletzt die integrative Kindertagesstätte "Leuchtturm" in Trier-Nord. 

Beim anschließenden Empfang dankten die Vertreter von Orts- und Verbandsgemeinde, Grundschule, Elternbeirat und Kirchenkreis Frau Drodtloff für ihren Einsatz und begrüßten Frau Ody als neue Leiterin.

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Gedenken an Dietrich Bonhoeffer

Da-Capo-Orchester der Schulen der EKiR

Am 4. Februar 2006 wäre der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass lud das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Schweich am Donnerstag, 2. Februar 2006, zu einem Festakt ein, mit dem an den Namenspatron der Schule gedachte wurde. Bonhoeffer zeige, wie sehr Theologie und Person miteinander verknüpft seien, betonte der stellvertretende Superintendent Dr. Jörg Weber in seiner Festrede. Er habe die Frage nach der eigenen Identität gestellt, Eingeständnisse der Schwäche und des Zweifels annehmen können, weil er sich dennoch von Gott getragen gewusste hätte. Der Evangelische Kirchenkreis Trier und das Gymnasium zeigten mit dem Namen Profil, so Weber, denn die Schüler würden mit ihren Fragen ernst genommen, dürften aber auch ihre Lebensfreude und Lebenslust ausleben. Im Mittelpunkt des Festaktes stand der Auftritt des Da-capo-Jugendorchesters und Chores. Jährlich treffen sich begabte Schüler und Schülerinnen aus den evangelischen Schulen der rheinischen Landeskirche zu einer Probenwoche. In diesem Jahr hatten sie nicht nur Stücke aus den Werken von Mozart, Fauré und Mendelsohn-Bartholdy eingeübt, sondern auch Teile der Filmmusik aus „Schindlers Liste“. Höhepunkt des Abends bildete Henning Frederichs „Ballade von Zweifel und Zuversicht“. Frederichs vertonte verschiedene Texte des Theologen, die Bonhoeffer während seiner Inhaftierung in Berlin –Tegel verfasst hatte. In Gesang und Musik ließen Chor und Orchester die Gefängnisatmosphäre und Bonhoeffers innere Zerrissenheit greifbar werden. Am 4. Februar 2006 luden auch die Kreuznacher Diakonie sowie die beiden Evangelischen Kirchenkreise Birkenfeld und Trier zu einer Gedenkveranstaltung in der Asbacher Hütte ein. Die liturgische Feier gestaltete Pfarrer Stefan Haastert. In Texten und Gebeten ließ er den Theologen Bonhoeffer selbst zu Wort kommen. „Dietrich Bonhoeffer – Ein Zeuge Jesu Christi unter seinen Schwestern und Brüdern“ war der Titel des Festvortrages im Rahmen der Gedenkveranstaltung, den Pfarrer i.R. Dr. Arnold Pfeiffer hielt. Ausgehend von Bonhoeffers Glaubenssatz, dass Gott kein zeitloses Fatum sei, sondern auf aufrichtige Gebete und Taten warte und antworte, zeichnete Dr. Pfeiffer das kirchliche Engagement Bonhoeffers nach. Dies habe für Bonhoeffer nicht nur zu Solidarisierung mit diskriminierten und verfolgten Juden, sondern habe ihn auch in den politischen Widerstand geführt.

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25 Jahre Dienst im Ehrenamt

Ein besonderes Dienstjubiläum feierte Ingrid Hilgenfeld am 22. Januar 2006. Im Rahmen des Gottesdienstes in der Evangelischen Erlöserkirche Morbach wurde ihr von Pfarrerin Anja Zimmermann das goldene Kronenkreuz des Diakonischen Werks Rheinland verliehen. „Mit dem Kronenkreuz werden Menschen ausgezeichnet, die 25 Jahre ehrenamtlich für die Diakonie gearbeitet und sich damit für andere Menschen eingesetzt haben.“, erklärte Pfarrerin Anja Zimmermann, Beauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Trier für Diakonie. Superintendent Christoph Pistorius dankte Ingrid Hilgenfeld für ihr Engagement und wünschte, dass ihr Wirken andere ermutige, Gottes Menschenliebe im eigenen diakonischen Handeln sichtbar zu machen und dann durch diese Handeln selbst Zeugnis abzulegen von Gottes Liebe, die allen Menschen gelte. „Das Meiste von dem, was Sie für Ihre Mitmenschen in der Gemeinde aber auch weit darüber hinaus getan haben, war für Sie erst einmal selbstverständliche Lebensäußerung Ihres Glaubens: die Zuwendung für den Durchreisenden an der Tür des Pfarrhauses, Zuhören, Lebensberatung und Ermutigung.“, betonte Pistorius. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert engagiert sich Ingrid Hilgenfeld bei der Diakonie. Sie ist Vorsitzende im Kreisverband der Frauenhilfe und war Mitglied im Diakonieausschuss des Evangelischen Kirchenkreises Trier. Über viele Jahre organisierte sie einen Pakethilfsdienst für Rumänien und Polen. Seit dieser Zeit arbeitet Ingrid Hilgenfeld auch in der Evangelischen Kirchengemeinde Thalfang-Morbach mit. Hier hat sie unter anderem einen Besuchsdienstkreis im Altenheim aufgebaut. In der Frauenhilfe der Kirchengemeinde ist Ingrid Hilgenfeld immer noch aktiv. Das Kronenkreuz ist zugleich das Erkennungszeichen des Diakonischen Werks Rheinland. Es zeigt ein Kreuz vereinigt mit einer Krone. Das Kreuz steht für das Leben Jesu Christi, die Krone symbolisiert die Auferstehung. Gleichzeitig sind in dem Logo aber auch die beiden Anfangsbuchstaben der „Inneren Mission“ zu erkennen. Aus der „Inneren Mission“ entstand 1957 das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands.

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Neue "Heimat"

Verwaltungsamt in der Engelstraße in Trier

„Ich heiße ich Sie im Namen des Kreissynodalvorstandes als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kirchenkreises Trier sehr herzlich willkommen“, eröffnete Superintendent Christoph Pistorius Anfang Januar seine Ansprache an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verwaltungsamts in Trier. Pistorius dankte Amtsleiter Hans-Georg Becker, den bisherigen Trägergemeinden des Amtes sowie der Synode des Kirchenkreises Trier für die Unterstützung und die Entscheidung, das Amt zu einer Verwaltung des Kirchenkreises zu machen. „Ich danke aber an diesem Tag auch Ihnen, den Mitarbeitenden. Dass diese Überlegungen so ohne Turbulenzen vonstatten gingen, interpretiere ich als Vertrauensvorschuss ihrem neuen Arbeitgeber gegenüber“, betonte der Superintendent.

 

Nach 30 Jahren wurde aus einem Gemeinde- und Verwaltungsamt im Kirchenkreis Trier das Evangelische Verwaltungsamt des Kirchenkreises. Der kleine Unterschied hat große Auswirkungen: Der Evangelische Kirchenkreis Trier ist nun nicht mehr Kunde bei einer Verwaltung, in dessen Verwaltungsrat er zwar Stimmrecht hatte, sondern Eigentümer der eigenen kirchlichen Verwaltung. Ein neues Verbandsgesetz der Evangelischen Kirche im Rheinland hatte die Änderung notwendig gemacht. Ende des vergangenen Jahres hatten sowohl die Kreissynode als auch die ehemaligen Trägergemeinden des Verwaltungsamtes Trier, Ehrang, Wittlich, Konz, Prüm und Daun durch jeweils eigene Beschlüsse den Weg zu Neuerung möglich gemacht.

 

Seit Dezember 2005 ist Ute Leidinger nach dem Eintritt von Horst Schultheiß in den Ruhestand nun stellvertretende Amtsleiterin. Als ehemaliger Stellvertreter des Amtsleiters arbeitete Schultheiß fast 30 Jahre lang im Verwaltungsamt und leitete die Kassenabteilung.

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Weihnachten ist Sternstunde der Menschheit

Superintendent Christoph Pistorius

Weihnachtsbotschaft des Trierer Superintendenten

 

Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier ging in seiner Weihnachtspredigt am Heiligen Abend in der Konstantin-Basilika auf die klassische Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium ein. Diese anrührende und meisterzählte Geschichte gehöre für ihn zu den großen Stücken der Weltliteratur. Der Evangelist habe damit eine an sich unbegreifliche, der Vernunft nicht einsichtige Geschichte erzählen wollen, um Jesus als die Mensch gewordene Liebe Gottes erzählerisch nahe zu bringen.

 

Weihnachten als Sternstunde der Menschheit mache deutlich, dass die Geburt des Gottessohnes gerade denen gelte, denen Freude und Zuversicht abhanden gekommen sei. Denn in der Gestalt eines Menschenkindes teile Jesus unser Leben in seiner Zerbrechlichkeit bis in Leiden und Sterben hinein. „Gott gibt seinen Sohn, weil wir es nötig haben“, machte Pistorius deutlich.

 

Die Aktualität der Weihnachtsgeschichte sieht der Trierer Superintendent darin, dass es darin nicht nur um eine ferne Vergangenheit gehe, sondern dass Christus in seiner Botschaft auch heute noch in diese Welt komme. Die Botschaft des Evangeliums laute: „Kommt zum Licht! Mit Jesus Christus ist Licht in Deine Welt hineingekommen“ sagt Pistorius. Jesus zeige der Welt, dass das Dunkel nicht nur die Finsternis des Bösen sei, „sondern auch der Ort, an dem das Neue, das Rettende entsteht und geboren wird.“ Allerdings könne Weihnachten nicht isoliert betrachtet werden, erinnerte der Superintendent des Kirchenkreises Trier. Ohne den Bezug auf den Kreuzestod und die Auferstehung Jesus Christi bleibe Weihnachten unverbindlich.

 

Die Weihnachtsbotschaft setze Menschen in Bewegung und ermutige sie zum Handeln für die Liebe und den Frieden. Denn Gottes Liebe gelte nicht nur uns, sie gelte der ganzen Welt. Christen feiern an Weihnachten das Fest der Geburt Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Sie erinnern damit an den Geburtstag des Zimmermannssohns aus Nazareth, der für die Gläubigen befreiender Retter und Erlöser der ganzen Welt ist.

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Strukturdebatte erst im Oktober 2006

„Vor allem aufgrund von Vorgaben der Landeskirche sehen wir uns veranlasst, vier Monate später als geplant unsere Strukturdebatte zu führen“, erklärt Superintendent Christoph Pistorius. Die Evangelische Kirche im Rheinland wird am 9. Juni über strukturelle Veränderungen im Bereich der Landeskirche verhandeln. „Diese Ergebnisse werden auch Auswirkungen auf unsere Arbeit haben. Zu einigen Punkten werden wir als Kirchenkreis um Stellungnahmen gebeten“, erläuterte der Trierer Superintendent. Das werde nun auf der Kreissynode am 26. Juni 2006 behandelt.

 

Der Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises habe sich deshalb entschlossen, die eigene Strukturdebatte zu verschieben, um die Beschlüsse der Landeskirche mit in die eigenen Strukturüberlegungen einbeziehen zu können. Zudem habe der Ausschuss, der die Struktursynode vorbereite, um mehr Zeit gebeten, da die Datenerhebung und Auswertung aus den Bereichen Gemeindeentwicklung und Pfarrstellensituation doch länger dauere, als ursprünglich angenommen.

 

Der Evangelische Kirchenkreis Trier hatte auf seiner Frühjahrssynode 2004 beschlossen, innerhalb von zwei Jahren eine Gesamtkonzeption der Arbeit des Kirchenkreises zu erarbeiten. Erster Schritt dazu war die Erstellung eines Leitbilds, das im Juni dieses Jahres vorgestellt wurde. Die Gesamtkonzeption der Arbeit des Kirchenkreises Trier mit Vorschlägen zu strukturellen Veränderungen für die nächsten Jahre soll auf der Kreissynode am 28. Oktober beraten und beschlossen werden.

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Von der Wartehalle in die Erlöserkirche

Evangelische Kirche in Morbach feierte 70-jähriges Jubiläum

 

Die evangelische Kirche in Morbach war zur 70-Jahrfeier am Sonntag, 2. Advent, bis auf den letzten Platz besetzt. Das 1935 gebaute Gotteshaus bekam in dem ökumenischen Gottesdienst zudem einen neuen Namen: Die Kirche heißt nun Evangelische Erlöserkirche Morbach.

„Damals, am 2. Advent 1935 ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, begrüßte Pfarrer Florian Brödner die Gemeinde. Er erinnerte daran, dass die evangelischen Christen vor dem Kirchbau im "Bahnhofswartesaal 2. Klasse" oder im Wald ihre Gottesdienst gefeiert hätten bis die lange geplante Kirche endlich entstehen konnte und am 2. Advent 1935 ihrer Bestimmung übergeben wurde. „Wir sind stolz auf unsere kleine Kirche“, freute sich Brödner. Der Morbacher Pfarrer hob hervor, dass dieses Gebäude einem besonderen Zweck diene, man könne Gott darin nahe sein. Kirche sei aber nicht nur ein Gebäude. „Kirche sind wir alle, wenn wir uns zu Jesus Christus, dem Herrn der Kirche halten." Es komme darauf an, dass Menschen auf den Herrn der Kirche vertrauen. Der neue Name „Erlöserkirche“ bringe besonders die Einheit aller Christen im Glauben an den Herrn der Kirche zum Ausdruck.

Christoph Pistorius, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, beglückwünschte in seiner Ansprache anlässlich der Feierlichkeiten die Morbacher Gemeinde zu ihrem schönen Gotteshaus. Seit 70 Jahre sei diese Kirche für Menschen ein Ort, an dem ihnen Gott begegne. „Wer die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder von Morbach heute mit denen von 1935 vergleicht, ahnt etwas vom Mut und der Entschlossenheit, aber gewiss auch vom Gottvertrauen derer, die den Kirchbau auf den Weg gebracht haben“, betonte Pistorius. Kirchengebäude seien wichtig, um Gottes Advent zu feiern, um Gott begegnen zu können. Er wünsche, „dass möglichst viele Menschen diese Kirche auch in Zukunft annehmen als einen Ort, der die Träume verwaltet, als einen Ort, der hilft, einander, sich selbst und vor allem Gott zu begegnen.

Im Anschluss an den Festgottesdienst waren alle zu einem Empfang in das katholische Pfarrheim eingeladen. Der 2. Advent hat in der evangelischen Gemeinde eine eigene Tradition. Am 2. Advent 1935 wurde die Kirche eingeweiht. 30 Jahre später feierte man am 2. Advent den Neuanbau der Kirche. Der 2. Advent des Jahres 2002 galt dem Abschluss der Renovierung der Kirche. Anläßlich der Feier wurde auch eine Festschrift mit dem Titel "70 Jahre Evangelische Erlöserkirche Morbach" von Pfarrer Florian Bröner vorgstellt.

Festschrift zum Download

 

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„Gottes Wort ist Medizin für unser Leben“

Ökumenischer Gottesdienst mit Präses und Bischof

 

In seiner Predigt ging Präses Schneider ein auf das dem Matthäus-Evangelium entnommene Leitwort des Gottesdienstes: „An den Früchten erkennt man den Baum“. Ganz ähnlich wie bei Bäumen sei es auch bei den Menschen. Wie ein guter Baum gute Früchte trage, so erkenne man einen guten Menschen vor allem an seinen Worten. Bei der Beantwortung der Frage, wie man ein guter Mensch werde und bleibe, helfe nicht Selbstbetrachtung, sondern die Betrachtung Gottes in seinem Wort: „Das hält uns am Leben“. Die Menschen müssten sich zuerst Gott und Jesus Christus zuwenden, um sich selbst finden zu können. Dabei sei das Gesetz Gottes ganz einfach formuliert im Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe.

 

So einfach dieses Gebot auch sei, so würden doch viele Menschen die Erfahrung machen, dass es schwer zu leben sei. Auch mit Gottes Wort, so sagte der Präses, sei es wie mit den Früchten eines Baumes. Gute und heilsame Früchte seien – wie Medizin – nicht immer nur süß und wohlschmeckend: „Gottes Wort ist Medizin für unser Leben“. Gottes Wort und Gottes Liebe zielten nicht auf ein kurzfristiges Glück für wenige, sondern auf ein gesegnetes Leben für alle Menschen.

 

Um der Liebe und Gerechtigkeit Gottes willen seien Christen gefordert, den Mund aufzutun gegen einen zügellosen Kapitalismus, gegen Militarismus und Rassismus, gegen eine angeblich wertfreie Forschung und gegen den Wunsch mancher, über das Leben jederzeit frei verfügen zu können. „Lassen wir Jesus Christus in uns mächtig werden“, sagte der Präses.

 

Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Bischof Marx betont, dass es in Trier eine gute Tradition sei, am Buß- und Bettag abwechselnd in der Konstantin-Basilika und im Dom ökumenische Gottesdienste zu feiern. Diese Tradition besteht in Trier seit 1971. Bis 1995 war der Buß- und Bettag ein staatlich geschützter Feiertag. Zur Finanzierung der Pflegeversicherung wurde er in allen Bundesländern mit Ausnahme Sachsens in einen Arbeitstag umgewandelt.

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Am Leitbild orientiert - Kreissynode tagte in Oberkirn

Abstimmung auf der Kreissynode

Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Trier tagte am Samstag, 12. November 2005 im Dorfgemeinschaftshaus in Oberkirn, dem östlichsten Ort des Kirchenkreises. Auf der Tagesordnung der Synode standen der Bericht des Superintendenten, der Haushaltsplan für 2006 sowie Wahlen in den Kreissynodalvorstand. Die mehr als 100 Delegierten kommen aus den 24 Gemeinden des Kirchenkreises Trier zwischen Eifel, Mosel, Hunsrück und unterer Saar. 

„Ich wünsche mir, dass unser Kirchenkreis dazu hilft, dass Menschen ihren Kindern ermutigende Antworten geben“, hob Superintendent Christoph Pistorius auf der Kreissynode in Oberkirn hervor. Pistorius ermutigte, den Glauben weiterzugeben und von den geglückten Erfahrungen mit Gottvertrauen und Zuversicht zu erzählen. „Familien- und Kinderfreundlichkeit einer Gesellschaft entscheiden ganz wesentlich über ihre soziale und humane Kraft“, machte Pistorius deutlich. Er ging in seinem Jahresbericht damit auf die sozialen Herausforderungen der demographischen Situation für die kommenden Jahre ein. „Bei Kindern geht es nicht nur um ökonomische Zukunftssicherung, sondern auch und wesentlich um eine Generationen übergreifende Gedächtnis- und Glaubenskultur in der Sozialisationsgemeinschaft Familie.“

Der Trierer Superintendent orientierte seinen Jahresbericht am neuen Leitbild des Evangelischen Kirchenkreises. Pistorius ging auch auf die Strukturdiskussion angesichts zurückgehender Mittel in der evangelischen Kirche ein. „Strukturen und Systeme haben ein sehr starkes Beharrungsvermögen. Es braucht für Veränderungen Geduld, Klugheit und Fingerspitzengefühl“, konstatierte Pistorius. Wichtig sei, diese Prozesse nicht von oben nach unten durchzuführen, sondern Möglichkeiten der Beteiliung zu suchen. Dafür seien die Regionalversammlungen des Kirchenkreises im Februar 2005 ein solider Maßstab. Der auf der Synode in Oberkirn beschlossene Haushalt weist gegenüber dem Vorjahr keine strukturellen Veränderungen vor. Über Strukturveränderungen entscheidet erst die Kreissynode im Juni 2006. Der Haushalt des Kirchenkreises hat für 2006 ein Volumen von rund 8,9 Millionen Euro.

Neuer Skriba des Kirchenkreises Trier ist der Schaurener Pfarrer Peter Winter. Der 35-jährige Theologe ist damit Schriftführer im Kreissynodalvorstand, dem Leitungsorgan des Kirchenkreises. Die Synode wählte Margret Barz aus Konz zum Vorstandsmitgliede für die Region Trier. Frieder Lütticken aus Trier wurde zu ihrem Stellvertreter gewählt.

Zum Evangelischen Kirchenkreis Trier gehören rund 56.000 evangelische Christen im Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Trier. Alle inhaltlichen Entscheidungen im Kirchenkreis werden von der zweimal jährlich tagenden Kreissynode getroffen. Sie ist das „Parlament“ des Kirchenkreises. Ihr gehören je nach Gemeindegliederzahl bis zu 8 Abgeordnete aus den Presbyterien, den Leitungsorganen der einzelnen Kirchengemeinden an.

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Projekt für Arbeit mit Flüchtlingen

Rita Behrens, Bernd Baumgarten (Geschäftsführer des Diakonischen Werkes)

Das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Trier wurde vom Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz beauftragt, ein auf drei Jahre angelegtes Beratungsprojekt durchzuführen. Dabei werden die Kommunen in Rheinland-Pfalz zur freiwilligen Rückkehr von ausreisewilligen Flüchtlingen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonischen Werks beraten. „Das ist ein in Deutschland bisher einzigartiges Projekt, das wir für ganz Rheinland-Pfalz durchführen“, betont Bernd Baumgarten, Geschäftsführer des Diakonischen Werks des Evangelischen Kirchenkreises Trier. „Es gibt im Land rund 4500 ausreisewillige Flüchtlinge. Ihnen soll durch unsere Beratungsarbeit ein Neuanfang in ihrer Heimat ermöglicht werden“, sagt Baumgarten. Mit einer ergebnisoffenen Perspektivenberatung soll eine freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen im Land gefördert werden. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Beratung der Kommunen durch das Diakonische Werk. Den Kommunen stehen zusätzliche Mittel zur Förderung der Rückkehr von Flüchtlingen zur Verfügung. Das Diakonische Werk bietet Beratungshilfen für kommunale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Ausländerbehörten, Sozialämtern usw. an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen durch das Projekt in ihrer fachlichen und sozialen Kompetenz gestärkt werden. Zudem soll ein Kompetenzzentrum „Rückkehrhilfen“ aufgebaut werden. Das gesamte Projekt wird ständig evaluiert. Das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Trier ist seit über 10 Jahren Träger einer Beratungsstelle für Flüchtlinge in Trier. Seit drei Jahren bietet es auch psychosoziale Beratung und Therapie für Flüchtlinge an. Aufgrund dieser Erfahrung konnte das Diakonische Werk Trier das Projekt im Auftrag des rheinland-pfälzischen Innenministeriums entwickeln.

Weitere Informationen beim Diakonischen Werk Trier, Tel. 0651 2090050, info@diakonie-trier.de 

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Ordination von Hans-Günter Schmidt

Viele Menschen waren am Sonntag in die Evangelische Kirche nach Kleinich gekommen, um die Ordination von Hans-Günter Schmidt zu begehen. Schmidt wurde in einem feierlichen Gottesdienst von Dr. Jörg Weber, dem stellvertretenden Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Trier zum Prädikanten ordiniert. In seiner Predigt ging Hans-Günter Schmidt, der ehemalige Rektor der Rosenbergschule in Bernkastel-Kues auf die Veränderungen des Lebens ein ausgehend vom Wort des Apostel Paulus: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden.“ Die Wiedereinweihung der Frauenkirche, so Schmidt, sei in jüngster Zeit ein beispielhaftes Bild des Wandels, die Frage aber sei, wie der Mensch in solchen Veränderungen standhielte. Neues in einem Menschen, so betonte Schmidt, könne nur entstehen, wenn sich der Mensch selbst erneuere, wenn man bereit sei, der Botschaft Gottes zu begegnen. Schmidt lud die Gottesdienstbesucher ein, Gottes Botschaft aufzunehmen, sich selbst zu erneuern und selber zu Botschaftern Gottes zu werden. In seiner Ansprache betonte der stellvertretende Superintendent Dr. Jörg Weber, Prädikant heiße Prediger. Mit diesem ehrenamtlichen Dienst unterstütze Hans-Günter Schmidt den Pfarrer. Die Kirche, so Weber, brauche dieses Engagement. „Sie braucht Menschen, die aus Ihrem Beruf oder ihrer früheren Tätigkeit noch andere Sichtweisen mitbringen. Unsere Kirche lebt von dieser Vielfalt. Sie bereichert uns“, betonte Weber. Prädikanten arbeiten als ehrenamtlich tätige Predigthelfer und unterstützen damit den Dienst der Pfarrerinnen und Pfarrer in einer Kirchengemeinde. Sie gehen ansonsten einem anderen Beruf nach und werden in einer zweijährigen Ausbildung zum Prädikanten geschult. Prädikanten halten Gottesdienste und teilen Sakramente aus. Ordinierte Prädikanten werden bei der feierlichen Ordination auf das Wort Gottes und die Bekenntnisse der Kirche verpflichtet.

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Reformbewegungen kein Fremdwort

Weihbischof Leo Schwarz vom Bistum Trier

Trier - Im Reformationsgottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Trier predigte am Montag, 31. Oktober 2005 Weihbischof Leo Schwarz in der Konstantin-Basilika. Die Liturgie des festlichen Gottesdienstes hielt Pfarrer Thomas Luxa.

 

Schwarz betonte in seiner Predigt: "Reformbewegungen sind kein Fremdwort in den Kirchen. Wie wir mit den Gaben des Heils umgehen, muss immer wieder von Neuem überprüft werden." Schwarz sagte, beide Kirchen seien in ihren Bemühungen vereint, das Zeugnis vom menschenfreundlichen Gott und seiner Gnade glaubwürdig, sachgerecht und einladend zu bezeugen. Dass die Vielfalt dieses Zeugnisses "bewundernswert" sei, zeige sich auch am Beispiel Martin Luthers, der mit seinem mutigen Auftreten 1517, seinen Mahnungen und Reformvorschlägen nachhaltig in seine Zeit gewirkt habe.

 

Wie schon in den vergangenen Jahren setzte die Evangelische Kirchengemeinde damit eine besondere ökumenische Tradition in Trier fort. Während am Fronleichnamsfest eine evangelische Delegation bei der Feier am Mattheiser Weiher anwesend ist, nimmt ein katholischer Gastprediger am evangelischen Reformationsgottesdienst teil.

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Mit Freude von Gott erzählen

Im Gusterather Gemeindehaus wurde Pfarrerin Kluge ordiniert

Pfarrerin zur Anstellung Vanessa Kluge wurde am Sonntag, 30. Oktober 2005, um 15 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum Gusterath in einem feierlichen Gottesdienst von Dr. Jörg Weber, dem stellvertretenden Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Trier, ordiniert.

 

Pfarrerin Kluge ging in ihrer Ordinationspredigt auf das Reformationsfest ein, das am 31. Oktober gefeiert wird. Sie nahm die Gottesdienstbesucher mit in die Zeit vor fast 500 Jahren, als Luther seine 95 Thesen verfasste. Der Reformationstag sei eine „Immerwährende Einladung, miteinander um das Evangelium zu ringen“, von seinem Glauben zu erzählen. Die Theologin wünschte sich, dass mehr vom Glauben geredet werde, nicht nur sonntags im Gottesdienst. „Glaube hat nicht nur seinen Platz im stillen Kämmerlein. Er will erzählt werden von den Dächern, in den Küchen, auf der Straße“, hob Kluge hervor. Sie machte Mut, heiter und voll Zuversicht, aber auch leise, suchend oder zweifelnd von seinem Glauben zu erzählen. Der Glaube habe seinen Platz im Alltag, gerade auch im ökumenischen Gespräch vor Ort.

 

Der stellvertretenden Superintendent, Dr. Weber, betonte in seiner Ansprache, mit der Ordination werde die Pfarrerin nun offiziell zur Verkündigung beauftragt. Sie stehe damit in der langen Reihe derer, die in der Nachfolge der Apostel mit der Verkündigung des Evangeliums beauftragt seien. In der Kirche gehe es "um die freudige Verkündigung der guten Taten Gottes." Mit ihrer herzerfrischenden Art bringe Pfarrerin Kluge in vielfältigen Lebenssituationen diese Freude zum Ausdruck.

 

Die 31 - jährige Theologin studierte in Wuppertal, Bochum, Bonn und Berlin. Von 2001 bis 2004 absolvierte sie ihr Vikariat in der Evangelischen Lutherkirchengemeinde in Düsseldorf. Seit April 2004 ist Vanessa Kluge Pfarrerin zur Anstellung im Evangelischen Kirchenkreis Trier. Hier hat sie eine geteilte Stelle: Zur Hälfte arbeitet sie in der Kirchengemeinde Ehrang. Schwerpunkte ihrer Arbeit dort sind unter anderem die Betreuung der Bezirke Zewen und Igel, sowie der Konfirmandenarbeit in Gusterath und Schweich. Außerdem unterstützt sie die Gemeindearbeit von Pfarrer Matthias Jens. Mit der zweiten Hälfte ihrer Dienstzeit unterstützt Pfarrerin Vanessa Kluge den Öffentlichkeitsreferenten des Kirchenkreises.

 

Die Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern ist die öffentliche Beauftragung zur Verkündigung, zur Sakramentsverwaltung und zur Seelsorge. Ordinierte Pfarrerinnen und Pfarrer übernehmen damit einen bestimmten Dienst innerhalb der evangelischen Kirche. Sie werden bei der feierlichen Ordination auf das Wort Gottes und die Bekenntnisse der Kirche verpflichtet.

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Spende der Ortsgemeinde

Presbyter Eckhard Lamberty, Pfarrer Thomas Berke, Andrea Bottler und Marco Felten (beide Elternbeirat), Ramona Kreutz (Erzieherin), Bianka Wiesemes (Elternbeiratsvorsitzende), Adrie Oostdijk-Bohn (Erzieherin), Leiterin Inge Drodtloff, Julia Leyendecker (Praktikantin), Lydia Djakonov (Erzieherin) (v.l.n.r.)

Am 03.07.2005 wurde das „Haus der Gemeinde“ mit einem Dorffest von der Ortsgemeinde Mülheim (Mosel) eingeweiht. Da es sich um das Wohnhaus des früheren Presbyters und Dorfchronisten Ernst Haag handelt, war auch die Ev. Kirchengemeinde mit einbezogen. Im Gottesdienst in der Mülheimer Kirche mit über 200 Besuchern sang der Westerwälder Männergesangverein Weyerbusch-Hasselbach. Anschließend trugen der Ev. Kirchenchor Mülheim und die Kinder der Ev. Kindertagesstätte am neugestalteten Haus der Gemeinde zur Eröffnung Lieder vor. Die Ev. Kirchengemeinde gab zu diesem Anlass die „Mülheimer Geschichten“ von Ernst Haag zusammen mit der Ortsgemeinde neu heraus. Der Erlös des Einweihungsfestes war für die Ev. Kindertagesstätte Mülheim bestimmt. Am 4. Oktober 2005 überreichte der 2. Beigeordnete der Ortsgemeinde Mülheim, Günter Fehres, einen großen Scheck in Höhe € 1.437,79 der Kindergartenleiterin, Frau Inge Drodtloff. Dazu kommt der Erlös aus dem Verkauf der „Mülheimer Geschichten“ in Höhe von 750,- Euro.

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Babytime

Jugendliche aus Trier, die im Rahmen einer Jugendgruppenleiterschulung zwei Tage mit dem "Baby" verbracht haben

Die Schwangerenberatung des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Trier hat für ihre künftige Arbeit Zuwachs bekommen. Ab dem 24. Oktober 2005 wird mit dem Projekt „Babytime“ in der Arbeit der Schwangerenberatung ein so genannter Babysimulator eingesetzt. Der Babysimulator ist eine realistische Nachbildung eines drei Monate alten Babys. Ein eingebauter Minicomputer simuliert den Tagesablauf eines Babys. So fordert der Babysimulator eine 24 Stunden Betreuung: Füttern, Aufstoßen, Windeln wechseln, im Arm wiegen und vieles mehr. Dieser Babysimulator unterstützt künftig die sexualpädagogischen Arbeit der Schwangerenberatung. Die Idee zu diesem Projekt kam den Mitarbeiterinnen der Schwangerenberatung angesichts der zunehmenden Anzahl von Schwangerschaften bei Jugendlichen. Neben ungeplanten Schwangerschaften, zeige sich immer öfter, dass viele Jugendliche versuchten ihrer Perspektivlosigkeit im Berufsleben zu entkommen und sich mit einem eigenen Kind ein Lebensziel zu schaffen. Das Leben mit einem Baby aber überfordere die jungen Eltern oft. Deswegen bietet die Schwangerenberatung des Diakonischen Werkes Trier als erste Institution in der Region Trier nun für Schulklassen, Jugendgruppen oder Konfirmandengruppen das Projekt „Babytime“ an. Während des Projektes werden sie von den Mitarbeiterinnen der Schwangerenberatung begleitet. Parallel zu den Erfahrungen mit dem Babysimulator werden die Jugendlichen über ihre körperliche Entwicklung und die Möglichkeiten der Verhütung aufgeklärt. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Schwangerenberatung hier auf die Themen Familiengründung und Familienleben. Unter anderem gehe es auch um die emotionalen Fragen wie: welche Bedingungen müssen nach der Einschätzung der Jugendlichen erfüllt sein, bevor sie eine Familie gründen? Was ist das richtige Alter für ein Kind? Wie würde der Familien- und Freundeskreis auf ein Kind reagieren? Mit dieser neuen Form der sexualpädagogischen Arbeit will die Schwangerenberatung des Diakonischen Werks möglichst nah am Leben der Jugendlichen arbeiten, sie in ihren Ängsten und Wünschen ernst nehmen und gemeinsam eine Lebensperspektive in Bezug auf die Familiengründung erarbeiten. „Sexualität“, so Gudrun Zimmermann von der Schwangerenberatung, „gehört zum Leben und lässt sich nicht ausklammern. Es geht uns darum, dass Mädchen und Jungen lernen ihre Bedürfnisse zu artikulieren und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.“ Jugendliche könnten durch die Puppe erfahren, was es bedeute, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. Indem durch diese sexualpädagogische Arbeit Verantwortung vermittelt werde, verdeutliche die Schwangerenberatung des Diakonischen Werks evangelisches Profil. Weitere Infos schwangerenberatung@diakonie-trier.de

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Ein Tag nur für Mädchen

Mädchentag in Morbach

Am Samstag, 15. Oktober 2005, veranstaltete das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Trier in Zusammenarbeit mit EVA LUNA einen schulübergreifenden Mädchentag in der Kurfürst Balduin Hauptschule in Morbach. Die Idee stieß auf großes Interesse: 150 Schülerinnen aus Morbach, Bernkastel-Kues und Hermeskeil hatten sich angemeldet. Einen Tag lang konnten die Schülerinnen, ohne von den Jungen gestört zu werden, verschiedenste Workshops besuchen. Das Angebot reichte von „Hipp-Hopp. Tanzen wie im Musikclip“, „Selbstverteidigung“ bis hin zu „Nadelfilzen“ oder „Theaterimprovisation“. Die Mädchen waren begeistert. Überall war zu hören, dass es gut sei, endlich mal etwas machen zu können, ohne von Jungens dabei seien. Begeistert stellten die Mädchen fest: „Prima, mit dem Nadelfilzen kann ich dieses Jahr Weihnachtsgeschenke selber machen“ oder „Mir hat es gut gefallen, mal ein paar professionelle Tanzschritte zu lernen. Bei der nächsten Party probiere ich die aus.“ Mit dem großen Angebot an verschiedenen Workshops wollten die Organisatorinnen den Mädchen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Potentiale zu entdecken. Mädchen, die ein gutes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein hätten, nähmen auch ihren Körper bewusster war, würden so mehr Verantwortung im Umgang mit der eigenen Sexualität übernehmen, erklärte Dorothee Müller von der Schwangerenberatungsstelle des Diakonischen Werkes Trier. Den geschützten Rahmen des Tages nutzen die Mädchen auch, um sich mit der Frage zu beschäftigen „Was ist los in meinem Körper?“. Die Mitarbeiterinnen der Schwangerenberatung des Diakonsichen Werks Trier Christa Meyer und Dorothee Müller erklärten anschaulich den weiblichen Zyklus und informierten über die verschiedenen Verhütungsmöglichkeiten. Die Veranstalterinnen des Mädchentages zogen eine positive Bilanz. „Dass dieses schulübergreifende Mädchenprojekt gelungen ist, freut uns. Die Zahl der Teilnehmerinnen bestätigt, dass Tage wie dieser gebraucht werden. Möglich war der Tag nur mit guten Partnern, die die Aktion unterstützen, wie etwa die Hauptschule Morbach, die ihre Räume zur Verfügung stellte und dem Kreis Bernkastel-Wittlich, der uns einen Etat zur Verfügung gestellt hat.“, erzählt Dorothee Müller. Dazu gehöre auch, so betonte Müller, die gute ökumenische Zusammenarbeit mit der Caritas. Die beiden Cariatsmitarbieterinnen Antonia Jung und Renate Thesen-Dimmig hatten mit durch den Tag geleitet und standen den Mädchen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Vorbereitet wurde der Mädchentag in Morbach vom Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises Trier in Zusammenarbeit mit EVA LUNA. EVA LUNA ist der mädchenspezifische Arbeitskreis in Landkreis Bernkastel-Wittlich. Ihm gehören an: Schwangerenberatung des Caritas-Verbandes Bernkastel-Kues und Wittlich, Schwangerenberatung der Diakonie in Thalfang und in Wittlich, Lernen Fördern TG sowie das Kreisjugendamt und die Gleichstellungsbeauftragte aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich.

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Schule kann gelingen

Rund 350 Menschen aus den Bereichen Schule, Kirche und Bildung informierten sich beim traditionellen „Neujahrsempfang“ des Evangelischen Schulreferats zu Beginn des neuen Schuljahrs in der Konstantin-Basilika über ein außergewöhnliches Schulkonzept. Enja Riegel, die ehemalige Schulleiterin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden hielt einen beeindruckenden Vortrag über ihre Erfahrungen in einer nicht ganz alltäglichen Schule. "Schule ist wie ein aufgeschlagenes Bilderbuch. Das ist mehr wert als der Haken des Lehrers unter der Arbeit" betonte Riegel. Ihre Schüler wurden 6 Jahre lang in den Klassen 5-10 von einem Lehrerteam begleitet. So mussten die Lehrer auch fachfremd unterrichten. „Auch Lehrer lernen dabei ‚on the job’. Jeder lernt von jedem. Das Lernen der Lehrer hat Wirkung auf die Schüler: Sie wollen dann auch lernen", berichtete Riegel und hob hervor: "Ein lernendes Kollegium im Team erzielt bessere Ergebnisse als Einzelkämpfer." In ihrem Schulmodell bleiben die Jugendlichen in einer Klassengemeinschaft. Es werde nicht sortiert nach Sonderschülern und Hochbegabten. "Es ist die Lehrkunst, mit diesen unterschiedlichen Kindern einen Unterricht zu machen, bei dem alle gefördert und gefordert werden bis an die Leistungsgrenzen", führte Enja Riegel aus. Vertreter aus Schule, Bildungsarbeit, Kirche und Politik hörten mit großem Interesse den Vortrag „Schule kann gelingen – wie unsere Kinder wirklich fürs Leben lernen“. Die ehemalige Direktorin der Helene Lange Schule in Wiesbaden hatte mit ihrer Schule beim PISA-Test den ersten Platz als beste deutsche Schule belegt. Oerkirchenrat Harald Bewersdorff von der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie Dr. Josef Peter Mertes, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz Grußworte sprachen Grußworte und hoben die Bedeutung von Bildung in Kirche und Staat hervor.

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"miteinander zusammenleben gestalten"

Zu einem Interkulturellen Fest im Bürgerhaus Trier-Nord hatten das Flüchtlingsforum Trier, der Arbeitskreis Asyl Trier-Konz-Schweich sowie evangelische und katholische Kirchengemeinden ein. Das Fest begann mit einem Interreligiösen Gebet. Im Anschluss erwarteten die deutschen und ausländischen Besucher ein internationales Büffet und ein interkulturelles Programm. Unter anderem war ein afrikanischer Chor zu hören und aserbaidschanische Folklore wure dargeboten.

Das Fest wurde im Rahmen der „Interkulturellen Woche 2005“ gefeiert. Vom 25. September – 1. Oktober 2005 rufen evangelische und katholische Kirche in Deutschland zur „Woche der ausländischen Mitbürger/Interkulturelle Woche“ auf. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto: „miteinander zusammenleben gestalten“. Damit wollen beide christlichen Kirchen auf die problematische gesellschaftliche und politische Lebensweise zugewanderter ausländischer Bürger und ihrer Familien aufmerksam machen. Sie werben für ein friedliches Miteinander der Kulturen sowie einen gerechten und toleranten Umgang miteinander. In der Stadt Trier engagieren sich neben den beiden Kirchen auch zahlreiche private Verbände, wie etwa das Flüchtlingsforum Trier.

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Bonhoeffer-Gymnasium auf Bildungsmesse

Minister Baukhage am Stand des DBG

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Schweich war vom 17. bis zum 19. September 2005 mit einem Stand auf der Bildungsmesse „job + karriere 2005“ im Messepark Trier vertreten. „Viele gute Gespräche wurden geführt. Wir konnten auf die Arbeit und das Besondere unseres Gymnasiums aufmerksam machen“, sagte Pfarrer Paul Krachen. Schule, Stiftung und vor allem Eltern hatten den repräsentativen Stand auf der Messe durch ihr großes Engagement möglich gemacht. Beim Rundgang zur Eröffnung besuchten Wirtschaftsminister Baukhage, Oberbürgermeister Schröer und Landrat Dr. Groß den stand des Gymnasiums. Dabei lobten die Landes- und Lokalpolitiker das Bonhoeffer-Gymnasium für sein Profil und die gelungene Präsentation. Die Schule sei eine Erfolgsgeschichte und ein tolles Projekt und damit eine wichtige Ergänzung der staatlichen Schulen. Im Rahmen der Messe stellte sich das evangelische Ganztagsgymnasium als Bildungsträger vor. Informiert wurde über das Konzept von Bildungspartnerschaften. Dazu gehörte nicht nur das Thema „Kirche macht Schule“, sondern auch die Mitarbeit der Eltern im Schulbetrieb, zum Beispiel die von Eltern geleitete Mediothek. Die architektonische Konzeption von Lehr- und Lernräumen war ebenso Gegenstand der Ausstellung wie die Frage der Bildungsfinanzierung. Auf der Messe „job + karriere“ präsentierten sich Bildungsträger, Ausbildungsunternehmen und weitere Bildungsakteure der Region. So hatten junge Menschen die Chance, Kontakte zu schließen und verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten kennen zu lernen.

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Im Auftrag der Bildung

Diplomatischer Besuch erwartete das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium am Dienstag, 13. September 2005. Mady Delvaux-Stehres, luxemburgische Bildungsministerin informierte sich mit einer Delegation von Schulinspektoren und Ortsbürgermeistern über die pädagogische und bauliche Konzeption der evangelischen Ganztagsschule in Schweich. Delvaux-Stehres erarbeitet derzeit eine Reform des luxemburgerischen Schulwesens. Ein Teil der Grundschulen, die in Luxemburg auch die Jahrgangsstufen 5/6 umfassen, könnten Ganztagsschulen werden. „Eine Ganztagsschule bedarf einer anderen Bauweise“, so Heinrich Bentemann, Schulleiter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums. Dafür müsse man nicht neu bauen, auch alte Schulgebäude könnten umgebaut werden, so dass die Gebäude den Anforderungen einer Ganztagsschule entspräche, so Bentemann. In der Planung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums habe man bedacht, dass die Konzeption einer gebundenen Ganztagsschule auch in Beziehung zur räumlichen Gestaltung des Gebäudes stehen müsse. So wurden hier neben den Übe- und Unterrichtsräumen ebenso Ruhezonen für Schüler und Lehrer eingerichtet sowie Werkstätten und Bastelräume für ein breites Nachmittagsangebot. Auch bei der Gestaltung des Außengeländes wurden zahlreiche Möglichkeiten für Sport, Spiel und Bewegung geschaffen. Der Austausch der Delegation über das Zusammenspiel von pädagogischen und architektonischen Aspekten einer Ganztagsschule sei sehr intensiv gewesen, erklärte Bentemann. Das Dietrich-Bonhoeffer- Gymnasium hatte im August 2001 seinen Schulbetrieb aufgenommen. Träger der privaten Ganztagsschule ist die Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung, die sich aus dem Evangelischen Kirchenkreis Trier sowie den Kirchengemeinden Ehrang, Trier und Wittlich bildet. Das pädagogische Profil des Ganztagsgymnasiums steht auf drei Säulen: Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium will Fachkompetenz, Methodenkompetenz und soziale Kompetenz vermitteln.

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Neuer Pfarrer in Schauren

Die Evangelische Kirchengemeinde Schauren-Kempfeld-Bruchweiler hat einen neuen Pfarrer. Peter Winter wurde am 4. September 2005 von Christoph Pistorius, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, in der Schaurener Kirche in sein Amt eingeführt. Seit 1. September hat Winter die Nachfolge von Friedemann Schmidt-Eggert angetreten, der die Gemeinde im letzten Jahr verließ. Rund 250 Menschen waren gekommen, um mit dem neuen Pfarrer zu feiern.

„ Das ist ein großer Tag für mich“, eröffnete Pfarrer Peter Winter seine Predigt in der überfüllten Kirche. „Ich kann dankbar sein, dass ich hier sein darf“, betonte der 35-jährige Theologe, der in Kusel geboren und in Baumholder aufgewachsen ist. Winter berichtete in seiner Predigt von seinen bisherigen Erfahrungen in der Gemeinde, in der er kein Unbekannter ist: Schon seit 2002 arbeitet er als Pfarrer im Probedienst in der Hunsrückgemeinde.

Pfarrer heiße zwar Hirte, sagte Winter in seiner Einführungspredigt, aber „Jesus ist der gute Hirte“. Das Motiv vom guten Hirten ziert nicht nur die Schaurener Kanzel. Es ist in einer Konzeption auch zum Leitbild der Gemeinde geworden. Wenn Jesus von sich als dem guten Hirten spreche, dann sei das aber nicht nur ein Bild, „sondern der Anfang einer Beziehungsgeschichte. Einer Geschichte, die für mich persönlich Christsein zur Lebenskraft werden lässt“, betonte Winter. Diese Lebenskraft trage ihn auch durch Krankheiten in der Familie und wenn er zweifele. In dieser Kraft finde er Trost im Glauben und werde gestärkt. Zusammen mit der Kirchengemeinde wolle er diese Gemeinschaft des Glaubens leben und spüren, führte Winter aus. Dazu gehöre, auf Jesus, den guten Hirten, zu vertrauen.

Im Gottesdienst eingeführt wurde Pfarrer Winter vom Trierer Superintendenten. Pistorius wünschte dem neuen Pfarrer, dass Jesus als guter Hirte mit ihm auch durch dunkle Täler gehen und ihn stärken werde. Winter habe sich in seiner Ordination in besonderer Weise in die Pflicht nehmen lassen: Er verkündige den Ruf Jesu Christi in die Nachfolge und gebe das Heil Gottes in den Sakramenten weiter. Doch angesichts von Krankheit und Leid in der Welt stelle sich die Frage, „was bringt´s, das Christsein? Was habe ich davon?“ Deshalb gehe es in der Nachfolge Christi gehe darum, „das kostbare und zerbrechliche Geschenk Leben anzunehmen und mit Gottes Hilfe zu gestalten“, so Pistorius. Menschliches Leben sei bei Gott geborgen und gut aufgehoben.

Pistorius erinnerte daran, dass Peter Winter seinen Dienst in Zeiten des Umbruchs beginne. „Unsere Gesellschaft verändert sich nachhaltig auch – oder gerade hier bei uns im Hunsrück.“ Der Superintendent ging damit auf die nur noch 75-prozentige Pfarrstelle Winters ein. Er dankte sowohl dem neuen Pfarrer als auch dem Presbyterium für das Verständnis und die bereits erfolgte Umsetzung vieler guter Ideen, um sich dieser Herausforderung zu stellen.

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Diakonisches Werk bildet aus

Das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Trier hat seit dem 1. August 2005 eine Auszubildende. Die 16-jährige Jennifer Schuh aus Zemmer-Rodt wird in den nächsten drei Jahren die Ausbildung zur Kauffrau für Kommunikation durchlaufen und dabei die einzelnen Arbeitsbereiche des Diakonischen Werks Trier kennen lernen. Während dieser Zeit wird sie nicht nur im Sekretariat der Geschäftsführung und der Anmeldung arbeiten, sondern auch bei der Schuldnerberatung, dem Betreuungsverein, der Asylberatung sowie der Schwangerenberatung tätig sein. Unter der Anleitung der Chefsekretärin wird sowohl der Umgang am PC erlernt, als auch die Vorbereitung und Planung von Konferenzen oder Arbeitstreffen. Finanziert wird der Ausbildungsplatz vom Kirchenkreis Trier sowie der Aktion „7x7“ der Evangelischen Kirche im Rheinland. Aus der Ausbildungsaktion der rheinischen Landeskirche vom Sommer 2003 standen noch Restmittel für diesen Ausbildungsplatz zur Verfügung.

Das Diakonische Werk Trier gehört zur Diakonie der Evangelischen Kirche in Deutschland, einem der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Sozialstaat. Die Arbeit der Diakonie richtet sich an Hilfe suchende Menschen. Durch gezielte Zusammenarbeit von Fachkräften und der Kooperation mit anderen Facheinrichtungen bemüht sich die Diakonie die Fragen Hilfesuchender vor Ort zu lösen.

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Pray and Spray in der Basilika

Die Evangelische Kirche beteiligt sich in ökumenischer Verbundenheit am Beleitprogramm im Vorfeld des Weltjugendtages im Bistum Trier mit der Ausstellung „Pray and Spay“. Die großformatigen Graffitis sind bis Ende August in der Trierer Konstantin-Basilika zu sehen.

„Diese Ausstellung macht deutlich, dass unsere Kirche ein lebendiger Ort ist. Durch die Graffitis wird die Botschaft von Gottes Liebe deutlich“, betonte der Trierer Pfarrer Guido Hepke bei der Ausstellungseröffnung. Im Jahr 2004 hatten 35 Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg in einem mehrtägigen Workshop die Bilder geschaffen. Sie haben sich dabei mit dem eigenen Glauben auseinander gesetzt und eigene Erfahrungen in Bildern dargestellt. So sind sieben Grafitis zur Bedeutung der 10 Gebote für die Gegenwart entstanden. Jörg Ries vom Jugendbildungszentrum Saar des Bistums Trier und Initiator der Ausstellung hatte Jugendliche mitgebracht, die bei der Entstehung der Graffitis mitgewirkt hatten. Bernhard Zaunseder, leitender Ordinariatsrat für Jugend im Bischöflichen Generalvikariat, machte besonders auf die europäische Kooperation der Jugendlichen beim Graffiti-Workshop aufmerksam. So gebe man „Europa eine Seele“, hob Zaunseder hervor.

Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung stellte Pfarrer Sven Hopisch, Koordinator der evangelischen Beiträge bei den Bistumstagen vor dem Weltjugendtag, die evangelischen Veranstaltungen vor: Neben der Ausstellung werde es vom 11. – 13. August von 13 – 16 Uhr ein Gesprächsangebot über evangelisches Leben im so genannten „Cafe Olevian“ in der Basilika geben, das nach dem Trierer Reformator benannt ist. In dieser Zeit werden auch spirituelle Führungen durch die Basilika und den Caspar-Olevian-Saal angeboten. Ein ökumenischer Gottesdienst am Samstag, 13. August 2005 um 20.30 Uhr in Kooperation mit einer französischen monastischen Gemeinschaft wird das Angebot der Evangelischen Kirche beschließen.

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Reformatorisches Urgestein

Ein Teil der ehemaligen Kanzel des Trierer Reformators Caspar Olevian hat in Räumlichkeiten der Evangelischen Kirchengemeinde Trier ein neues Zuhause gefunden. In einer Feierstunde wurde der fast 450 Jahre alte Predigtstein im Caspar-Olevian-Saal an der Basilika aufgestellt.

„Wir sind froh, dass dieser Stein nun mitten in unserer Gemeinde steht“, freute sich Pfarrer Thomas Luxa von der Evangelischen Kirchengemeinde Trier. Damit werde die Hauptaufgabe der Kirche, die Verkündigung des Evangeliums, sichtbar repräsentiert. Der zuletzt im Landesmuseum lagernde Stein, von dem aus Caspar Olevian im 16. Jahrhundert seine Predigte in Trier hielt, ist nun als Dauerleihgabe in Räumlichkeiten der Kirchengemeinde zu sehen. Dank der Initiative des Trierer Rechtsanwaltes Haufs-Brusberg und der Caspar-Olevian-Gesellschaft konnte der Stein der Evangelischen Kirchengemeinde als Dauerleihgabe übergeben werden. Anlässlich der Kanditatur Olevians zum größten Trier im letzten Jahr sei er auf diesen Predigtstein aufmerksam geworden, erzählte Haufs-Brusberg. Für ihn sei damals klar gewesen: „Der Stein gehört nach Hause, zu uns. Jetzt ist er wieder da, wo er hin gehört.“ Aufgrund seiner großzügigen Spende konnte der Predigtstein restauriert werden. Hans-Georg Becker von der Caspar-Olevian-Gesellschaft Trier dankte Haufs-Brusberg im Namen der Gesellschaft und betonte, mit diesem Stein sei der Reformator in dem nach ihm benannten Raum nun auch stets präsent.

Professor Gunther Franz von der Trierer Stadtbibliothek hatte im Zuge seiner Olevian-Forschungen lange nach dem historisch interessanten Stück gesucht. Dr. Seewaldt vom Landesmuseum wurde dann im letzten Jahr fündig. Frnaz führte die Geschichte des Predigtsteins aus, der als Fundament für den Kanzelkorb Olevians diente. Vor dort aus predigte der Reformator von August bis Oktober 1559. Dank seiner mitreißenden Predigten konnte Olevian 1559 innerhalb weniger Monate etwa ein Drittel der Trierer Stadtbevölkerung für die Reformation gewinnen. Doch schon im gleichen Jahr wurde die Reformation in Trier beendet: Olevian wurde verhaftet und ausgewiesen. Olevian ging nach Heidelberg und wurde dort als Schüler Calvins zu einem bedeutenden Reformator, der unter anderem den Heidelberger Katechismus mitverfasst hat. Diese Bekenntnisschrift gehört zu den wichtigsten reformatorischen Dokumenten.

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Spende für Flüchtlingsarbeit

Die ökumenische Beratungsstelle für Flüchtlinge in Trier hat von der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) eine Spende von 300 Euro erhalten. Sie wurde von Anja Werner, Pastoralreferentin an der Hochschulgemeinde, für die Arbeit der Beratungsstelle zur Verfügung gestellt.

„Wir freuen uns sehr, dass Sie durch diese Spende unsere Arbeit mit den Flüchtlingen unterstützen“, sagte Christiane Lehnberg, Sozialarbeiterin in der Beratungsstelle. Mohini Lokhande, Studentin der Psychologie in Trier und ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Teestube der Beratungsstelle für Flüchtlinge, hat die Verbindung zur Hochschulgemeinde hergestellt. Aus dem Erlös von Aktionswochen im „Fetzen-Cafe“ der KHG an der Universität werden regelmäßig Projekte mit einem guten Zweck finanziell unterstützt. Das Geld fließt in die Arbeit der Teestube und der Frauengruppe, die die Beratungsstelle für Flüchtlinge auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung in der Trierer Dasbachstraße unterhalten. „Auch für das Kreativprojekt, bei dem die Flüchtlinge Bilder malen können, benötigen wir immer Mittel“, erläutert Christiane Lehnberg. Das Malen biete Flüchtlingen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen kreativ zu verarbeiten und werde sehr gut angenommen.

Die ökumenische Beratungsstelle für Flüchtlinge wird vom Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises Trier und dem Caritasverband Region Trier unterhalten. Zum Angebot der Beratungsstelle gehören psychosoziale Beratung von Flüchtlingen, Verfahrensberatung für Asylsuchende, therapeutische Arbeit mit besonders belasteten Flüchtlingen sowie die Vorbereitung und Begleitung bei der Anhörung der Flüchtlinge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Die Beratungsstelle sucht für ihre Arbeit verstärkt ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen. Kontakt über Christiane Lehnberg, Tel. 0651-9910601.

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Der Kirchenkreis wächst

Der Kreissynodalvorstand (KSV) hat auf seiner Juli-Sitzung die Zahl der Gemeindeglieder im Evangelischen Kirchenkreis Trier festgestellt. Mit Stand vom 30. Juni 2005 gehören 56.057 Mitglieder zum Bereich des flächengrößten Kirchenkreises der rheinischen Landeskirche. Damit ist die Zahl der Evangelischen zwischen Mosel und Saar, in Eifel und Hunsrück so hoch wie nie zuvor. Die Gemeinde mit den meisten Zuwächsen ist die Kirchengemeinde Ehrang (+ 278). Die Gemeinde mit den meisten Migliedern Trier (9.571). Kleinste Gemeinde ist Krummenau mit 69 Evangelischen.

Außerdem hat der KSV die Termine für die Kreissynode im Jahr 2006 festgelegt: Die Frühjahrssynode findet am 26. Juni 2006, die Herbstsynode am 11. November 2006 statt. Für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die insbesondere die Präsentation des Kirchenkreises und der Region am Abend der Begegnung vorbereiten soll.

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Handgeschriebenes Neues Testament

Seit Mitte Juli besitzt die Evangelische Kirchengemeinde Bernkastel-Kues ein besonderes Neues Testament. In zweijähriger Arbeit wurde in der Gemeinde das gesamte Neue Testament mit der Hand abgeschrieben. Das über 1000-seitige Werk, das in vier Bücher gebunden ist, wurde am 15. Juli 2005 in einem Gottesdienst anlässlich des Gemeindefestes präsentiert.„ Wir sind stolz, dass wir das geschafft haben“, freut sich Pfarrer Klaus Milde. 33 Männer und 67 Frauen haben sich 2003 im Jahr der Bibel daran gemacht, das Neue Testament von Hand abzuschreiben. Die Gemeinde hat dazu eigens Papier mit dem Wasserzeichen der Gemeinde bedrucken lassen. Die einzelnen Teile des Neuen Testaments wurden dann an 100 Mitglieder der Gemeinde verteilt, die ihren Abschnitt mit der Hand abgeschrieben haben. Nach abschließenden Korrekturen wurde das Werk in vier Bände gebunden und besonders gestaltet. Das handgeschriebene Bernkasteler Neue Testament wird ab sofort für Lesungen im Gottesdienst verwendet. Im Rahmen des Gemeindefestes wurde ein weiteres Buch aus der Eigenproduktion der Gemeinde vorgestellt: Presbyter Friedhelm Bier hat zu jedem Lied des Evangelischen Gesangbuchs einen vierstimmigen Satz geschrieben und als Buch binden lassen. [zurück]